Zusammenfassung: Sonnbergviertel: Die Cottage-Zone unterm Betonmischer 🚜
„Heute ist das Sonnbergviertel mit seinen großen Gärten ein wertvoller Lebensraum“ – so vollmundig steht es auf der Info-Tafel der Gemeinde. Ein reiner Etikettenschwindel! Denn nur hundert Meter weiter verrät Perchtoldsdorf seine Werte und opfert den dörflichen Charakter der reinen Gewinnmaximierung.
Ortsentwicklung mit der Spitzhacke:
Unser Standpunkt: Dank 700 Unterschriften von aufmerksamen Bürgern und einer PBL-Demo konnten wir immerhin Bausperren und Abbruchverbote für Altbauten erwirken. Doch für das Sonnbergviertel kam die Einsicht der Gemeinde zu spät. Wir fordern: Schluss mit dem Bauwahn! Lebensraum statt Albtraum!
🏚️🪓 Details & Hintergründe: Sonnbergwirt als nächstes Bauträger-Opfer
Die Zerstörung des historischen Sonnbergviertels schreitet munter voran – allen vollmundigen Erklärungen der Gemeindepolitik zum Trotz. Ein Paradebeispiel dafür, wie in Perchtoldsdorf der Ortsbildcharakter der gnadenlosen Gewinnmaximierung geopfert wird.
📅 UPDATE MÄRZ 2019: Etikettenschwindel in der Cottage-Zone
Gleich am Beginn der sogenannten "Cottage-Zone" steht eine Info-Tafel. Wie ein Hohn klingt, was dort zu lesen ist:
"Heute ist das Sonnbergviertel mit seinen teils noch großen Gärten und alten Baumbeständen auch für viele Tier- und Pflanzenarten ein wertvoller Lebensraum."
Ein absoluter Etikettenschwindel! Nur hundert Meter weiter verrät die Perchtoldsdorfer Gemeindeführung exakt diese Werte, weil man Kassa machen will. Nicht mit uns! Nein zur Ortsentwicklung mit der Spitzhacke! Lebensraum statt Albtraum! 🛑
Was wir durch 700 Unterschriften und eine Demo bereits erreichen konnten:
Die verweigerte Rettung: Bisher aber hartnäckig verweigert wurde die Erhöhung der Mindestgröße neuer Parzellen im Bauland-Wohngebiet – derzeit sind das nur lächerliche 600 m². Das hat zur Folge, dass Bauträger große Grundstücke gnadenlos zerteilen und maximal zubetonieren. Ortsentwicklung geht anders!
So wird weder (angeblich) leistbares, noch modernes Wohnen geschaffen. Statt der im teuer bezahlten Ortsentwicklungskonzept geforderten "keinen Verdichtung und starken Durchgrünung" reihen sich Betonbunker dicht an dicht. 🏢🧱
Wohin das führt, hat Arik Brauer schon in seinem Lied "Sie hab'n a Haus baut" eindringlich besungen; gnadenlose Bodenversiegelung hat Folgen für Mensch, Tier & Klima! Beton macht nicht glücklich!
📅 UPDATE FEBRUAR 2019: Der Abriss des letzten Fuhrwerkerhauses
Der Bagger frisst sich durch das Herz von Perchtoldsdorf: Am 25.02.2019 fiel das letzte Fuhrwerkerhaus aus dem 19. Jahrhundert (Sonnbergstraße 22, der ehemalige Sonnbergwirt) der Spitzhacke zum Opfer. Danach werden fünf "Schuhschachteln" die Cottage-Wohnzone endgültig verunstalten. 🚜💥
Die Vorgaben unseres eigenen Ortsentwicklungskonzeptes wurden von der derzeit herrschenden Gemeinderatsmehrheit einfach ignoriert, die rettenden Anträge der Bürgerliste arrogant abgeschmettert. Bausperre und Abbruchverbot für Altgebäude kamen hier leider zu spät.
Der Schmäh vom "leistbaren Wohnen": Das Argument, das Projekt diene leistbarem Wohnen, verfängt einmal mehr nicht: Die mittlere Parzelle des bereits geteilten Grundstückes schlug bei einer Größe von nur 515 m² mit unfassbaren 695.000 Euro zu Buche! 💸
Die "Erneuerer" von Perchtoldsdorf: Die regierenden Politiker argumentieren gerne, diese Schuhschachteln seien "modern". Wenn man modern anders betont, dann wird der Mist daraus, den diese Herrschaften meinen. Dieser Baustil ist ein Trend, dem das Ende schon innewohnt.
Spannend ist auch, was der bekannte ehemalige Besitzer, Ludwig R. Killermann, zum Abriss dieses "ehemaligen Heurigen des 20. Jahrhunderts" (Gault Millau, erste Adresse Österreichs im Europa Guide Michelin) zu sagen hat...
📅 UPDATE OKTOBER 2018: Der vielbeschäftigte Bauträger schlägt wieder zu
Der vielbeschäftigte Bauträger von Perchtoldsdorf war offenbar wieder erfolgreich: Er bekam den Abbruchbescheid für den Sonnbergwirt. Bleibt zu hoffen, dass die dort geplanten fünf (!) Wohnhäuser nicht aussehen wie die architektonischen Verirrungen, die am Kreisverkehr Mühlgasse errichtet wurden. 🏚️
Die ÖVP als Blockierer: Noch in der März-Sitzung hat die Bürgerliste in einem Dringlichkeitsantrag gefordert, die Mindestgrundstücksgröße in geschlossener Bauweise von 300 m² auf 600 m² zu erhöhen. Damit hätte man dieses Projekt verhindern können! Leider gab es keine Zustimmung von der ÖVP – und so nahm das Unheil seinen Lauf.
Zur Erinnerung – andere Projekte desselben Bauträgers:
Um diesen Bauwahn zu stoppen, müssen wir weiterkämpfen! 🛑
📅 UPDATE JULI & JUNI 2018: Unser Kampf für 1000m² Mindestgröße
Es gibt derzeit dutzende Bauvorhaben, die sich definitiv nachteilig auf unser Ortsbild auswirken. Lokaltypische Ensembles werden brutal der Gewinnmaximierung geopfert. Es scheint, als wäre dem Bürgermeister unser Ortsentwicklungskonzept ("Vision 2020", vollmundig in der Rundschau 2006 verkündet und 2015 beschlossen) völlig egal!
Nach der Betriebsschließung in der Sonnbergstraße sollen dort drei Doppelhäuser errichtet werden. Da dort geschlossene Bauweise galt, war die Mindestgrundstücksgröße lächerliche 300 m². Die Bürgerliste hat vor dieser Verhüttelung gewarnt und per Dringlichkeitsantrag eine Mindestgrundstücksgröße von 600 m² gefordert. Unser Antrag vom 26.06.2018 wurde lapidar in den Ausschuss "Altort" verwiesen.
Unser Lösungsansatz zur Rettung des Ortsbildes: Wir haben dem Gemeindevorstand einen klaren Antragsentwurf vorgelegt:
Als Grundlagenforschung dient das bereits bestehende Ortsentwicklungskonzept – ein teures Raumplanungsbüro braucht dafür nicht beschäftigt zu werden. Bisher wurde schlichtweg verabsäumt, die Bebauungsvorschriften so zu gestalten, dass die hochtrabenden Zielsetzungen der Cottage Wohnzone ("Durchgrünung", "lockere Bebauung", "keine Verdichtung") auch rechtlich bindend verwirklicht werden.
Die Bürgerliste kämpft weiter dafür, diese Schlupflöcher für Spekulanten zu schließen!
🔎 Ihre Perchtoldsdorfer Bürgerliste (PBL) – Wir bleiben dran!
Fragen oder Hinweise zu diesem Fall? Schreiben Sie uns!
⚖️ Hinweis: Alle rechtlichen Einschätzungen in diesem Beitrag geben die politische Bewertung der Perchtoldsdorfer Bürgerliste auf Basis der vorliegenden Unterlagen wieder. Verbindliche Rechtsauskünfte erteilen ausschließlich die zuständigen Behörden und Gerichte.
