Baummord am Leonhardiberg

Zusammenfassung: Der Schul-Campus-Schmäh: Tetris-Fassade statt Bäume 🧱

 

Man nennt es liebevoll „Schul-Campus am Leonhardiberg“. Doch wer genauer hinsieht, erkennt schnell den behübschenden Werbeschmäh der Großpartei:

Hier droht nach dem Burgvorplatz die nächste Perchtoldsdorfer Betonwüste!

 

 

 

Die harten Fakten zum Millionen-Projekt:

  • Bodenversiegelung pur: Die bisherige Bebauungsdichte von maximal 50 % am Leonhardiberg wurde ersatzlos gestrichen! Gebäudehöhen bis zu 20 Meter sind plötzlich möglich. Statt grüner Landschaft gibt es hier bald 100 % Beton.
  • Kosten-Roulette: Für Neubau und Sanierung standen schnell mal 12 Millionen Euro im Raum. Wer das am Ende zahlt (Gemeinde, Landesschulrat oder Bund?), darüber wird munter mit unserem Steuergeld jongliert.
  • Planlos im Gemeinderat: Wo sind die Verkehrsgutachten? Wo die Raumkonzepte? Im Vorfeld der Abstimmung glänzten diese – bei Projekten dieser Größenordnung eigentlich zwingend üblichen – Unterlagen durch Abwesenheit.

Die Ausrede der „steigenden Schülerzahlen“ – ein Rechenfehler? Als Hauptargument für den Monster-Bau müssen die Volksschulkinder herhalten. Die Statistik zeigt aber: Von 2004 bis 2017 stieg die Zahl der Kinder um exakt 13 (das ist ein Kind pro Jahr). Betrachtet man den Zeitraum von 2005 bis 2017, fiel die Anzahl sogar um 15 Kinder!

 

Architektur-Albtraum in der Schutzzone: Ein lokales Architekturbüro (das uns auch schon den baumlosen Hyrtlplatz bescherte) hat eine Blechfassade entworfen, die stark an das Computerspiel „Tetris“ erinnert. Und das mitten in einer historischen Schutzzone! Da stellt sich die Frage: Muss die Gemeinde das Steuergeld wirklich für solche Behübschungs-Experimente verpulvern, während unsere Kinder jahrelang in Container-Klassen unterrichtet werden?

 

Unser Standpunkt: Wir fordern die herrschende Großpartei auf, ihre Verantwortung in der Ortsentwicklung endlich ernst zu nehmen. Es kann nicht sein, dass man beim Marktplatz teure Machbarkeitsstudien wegen "fehlenden Grüns" in Auftrag gibt, und hier sehenden Auges die nächste Naturfläche planiert. Es geht um unser Perchtoldsdorf – und um saubere Politik!


Alle Details & Hintergründe zum Schul-Campus-Schmäh

🏫🏢 Alle Details & Hintergründe zum Schul-Campus-Schmäh

 

Volksschule, IBMS und Gymnasium brauchen mehr Platz. Container-Klassen sind auf Dauer keine Lösung, das ist allen klar.

Doch anstatt transparenter Planung und fundierter Konzepte präsentiert die herrschende Großpartei wieder einmal das, was sie am besten kann: Zubetonieren und Werbeschmäh! 🛑🏗️

Hier ist die Chronik eines Projekts, das als „Campus“ beworben wird, aber als nächste Betonwüste droht:

 

📅 UPDATE MÄRZ & FEBRUAR 2018: Die 20-Meter-Betonwüste & der Statistik-Trick

Der geplante Schul-Campus am Leonhardiberg (Neubau von Volks- und Sonderschule; Teile des Gymnasiums übersiedeln in die denkmalgeschützte Volksschule) lässt das Schlimmste befürchten. Entgegen zahlreicher kritischer Stellungnahmen wurde die Änderung des Flächenwidmungs- und Bebauungsplanes beschlossen.

Das bedeutet für diese historisch interessante Grünlandschaft:

  • 📉 Die Bebauungsdichte von 50 % wurde ersatzlos (!) gestrichen.
  • 🏢 Eine Gebäudehöhe von bis zu 20 Metern ist nun möglich.

Es soll dort – so der die Ungeheuerlichkeit behübschende Werbeschmäh – ein „Schul-Campus“ entstehen. Wahr ist vielmehr: Nach dem Burgvorplatz kommt hier die nächste Betonwüste. Statt grüner Bäume gibt es 100%ige Bodenversiegelung!

 

Der Schmäh mit den Schülerzahlen: Zur Untermauerung der Notwendigkeit wurde die steigende Zahl der Volksschulkinder angeführt. Jetzt ist das mit Statistiken immer so eine Frage der Betrachtung. Die Gemeinde argumentiert: Von 2004 bis 2017 stieg die Anzahl um 13 Kinder (von 262 auf 275). Das ist genau ein Schüler pro Jahr. Betrachtet man aber den Zeitraum 2005 bis 2017, fiel die Zahl um 15 Kinder (von 290 auf 275)! 📉🤷‍♂️

 

Wo ist die Grundlagenforschung? Bereits 2013 wurde für die Erweiterung der AHS eine Änderung der Bebauungsrichtlinien beschlossen. Raumkonzepte, Verkehrsgutachten und andere wichtige Unterlagen, die bei Projekten dieser Größenordnung zwingend üblich sind, gibt es offenbar nicht – oder sie wurden uns Gemeinderäten im Vorfeld der Abstimmung einfach nicht präsentiert.

 

Die Kostenfrage bleibt ebenfalls ein Pulverfass: Für Neubau und Sanierung war schon mal von satten 12 Millionen Euro die Rede. Wer das letztlich zahlt (Bund, Landesschulrat oder wir Steuerzahler über die Gemeinde), wird eine spannende Diskussion. Wir werden ein wachsames Auge darauf haben! 💸👀

 

📅 RÜCKBLICK DEZ 2017 / JAN 2018: Die unendliche Planungs-Geschichte

Schon 2012 wurde eine Machbarkeitsstudie über die Aufstockung des BRG-Schulgebäudes erstellt. Varianten wurden angedacht, diskutiert, berechnet – und wieder verworfen. Heraus kam die für Perchtoldsdorf typischste aller Lösungen: Die Grünfläche schräg gegenüber der Auferstehungssäule am Leonhardiberg wird zubetoniert. Mit Millionen Euro (unserem Steuergeld) wird fleißig in Planspielen jongliert.

 

Ein kleiner Pressespiegel des Chaos:

  • 2013/2014: Ausbaupläne werden groß präsentiert.
  • März 2015: Neuer Anlauf für den Gymnasium-Ausbau (veranschlagt: 12 Mio. Euro).
  • Mai 2015: Container-Klassen bleiben bis 2017.
  • Nov 2017: Plötzlich: Errichtung einer neuen Volksschule statt Aufstockung.
  • Dez 2017: Schüler machen sich Gedanken um die Neugestaltung.

Der Knackpunkt: Eine Lösung gelingt nur, wenn Bund (AHS), Landesschulrat und Verbandsgemeinden kooperieren.

 

📅 UPDATE AUGUST 2017: Die "Tetris"-Fassade & die Architekten-Connection

Als erste Skizzen zur angedachten Fassadengestaltung aus Blech (die fatal an das Computerspiel „Tetris“ erinnert) auftauchten, wurde von Verteidigern des Projekts prompt behauptet, diese Darstellung sei ein "Fake" von uns.

Nein, ist sie nicht! Diese „originelle“ Gestaltung stammt tatsächlich aus dem Computer eines Architekturbüros.

 

Pikantes Detail am Rande: Laut eigenen Angaben hat dieses Büro von 60 aufgelisteten Projekten ganze 25 in Perchtoldsdorf realisiert. Dazu zählen neben dem umstrittenen Veranstaltungszentrum in der Burg auch die Umgestaltung des Burgvorplatzes (Hyrtlplatz). „Umgestaltung“ meint hier bekanntlich, dass für mehrere hunderttausend Euro Bäume durch Beton ersetzt wurden. 🌳➡️🧱

 

Die bittere Ironie: Im Zuge der Neugestaltung des Marktplatzes bemängelte eine (für unser aller Geld erstellte) Machbarkeitsstudie genau dieses „fehlende Grün“...

 

📅 MÄRZ / JUNI 2017: Teure Studien, explodierende Kosten & Prioritäten

Monatelang gab es hier nur einen Berg konzentrierter Unklarheiten. Ein Tagesordnungspunkt wurde in der Gemeinderatssitzung abgesetzt, zuvor hatte man Sitzungen verschoben, um über Vergaben abstimmen zu können. Laut BGM Schuster sollte die Ausschreibung aufgehoben und neu durchgeführt werden. Das Einzige, was real vorhanden war: Eine 28.000 Euro teure Machbarkeitsstudie!

 

Die Kosten explodieren bereits vor Baubeginn: Die geplanten Kosten stiegen rasch von 1,8 Mio. Euro (Dez. 2016) auf 2,3 Mio. Euro – und das exklusive Außenanlagen (weitere 235.000 Euro). Erklärt wurde dies mit "erst jetzt entdeckten Mängeln" (z.B. ein desolater Kanal) und "üblicher Schwankungsbreite". Bleibt zu hoffen, dass bis zur Fertigstellung nicht noch weiter auf unsere Kosten "geschwankt" wird! 💸

 

Die falschen Prioritäten der Gemeindeführung: Ganz im Sinne der (extern teuer erarbeiteten) Kriterien als „transparente Gemeinde“ wird hier an den Bürgern vorbeigeplant. Wenn schon bei der objektiv nicht notwendigen Neugestaltung des Marktplatzes die BürgerInnen (zumindest pro forma) einbezogen werden, sollte man das bei einem Schul-Campus erst recht tun!

 

Es kann doch wohl nicht sein, dass die Gemeinde das Geld der Steuerzahler für kosmetische Behübschung und Chaos-Projekte im Ortszentrum großzügig verpulvert, unsere Kinder aber weiter in Containern unterrichtet werden! 🛑📦

 

Wir werden aufpassen, dass die Blechfassade im "Tetris"-Stil in dieser Schutzzone nicht der architektonischen Weisheit letzter Schluss bleibt. Die herrschende Großpartei ist aufgefordert, Verantwortung ernst zu nehmen. Es geht um unser Perchtoldsdorf – und um saubere Politik!

 

🔎 Ihre Perchtoldsdorfer Bürgerliste (PBL) – Wir bleiben dran!

Fragen oder Hinweise zu diesem Fall? Schreiben Sie uns!


 

 ⚖️ Hinweis: Alle rechtlichen Einschätzungen in diesem Beitrag geben die politische Bewertung der Perchtoldsdorfer Bürgerliste auf Basis der vorliegenden Unterlagen wieder. Verbindliche Rechtsauskünfte erteilen ausschließlich die zuständigen Behörden und Gerichte.