Nächste Bausünde droht - Demo und Nachberichterstattung

Bauhorror in der Ketzergasse: Anstelle des Gebäudes in der Ketzergasse 307 sollen auf 709m2 fünfundzwanzig (!) "Studentenzimmer" errichtet werden. Im Projekt-Jargon heißt das "zwei Wohnheime" mit einmal 12 und einmal 13 Wohnungen, in der Mitte ein Aufzugsturm.

 

Interessant ist, dass die Wohnungen mit einer Größe von 20-35m2 (inklusive WC, Dusche und Kochplatte) nicht als "Wohnungen" bezeichnet werden.

 

Das Projekt wird als "Beherbergungsbetrieb" tituliert, obwohl bislang um keine gewerberechtliche Bewilligung angesucht wurde. Es sind auch nur fünf Stellplätze vorgesehen, von denen lediglich vier errichtet werden sollen, einer soll abgelöst werden.

 

Dies steht im scharfen Widerspruch zur Rechtsauskunft des Landes Niederösterreich: "Sinn der Regelung ist nämlich, Stellplätze zu schaffen um öffentliche Verkehrsflächen zu entlasten." Eine Tiefgarage wäre daher die vernünftige Lösung.

 

Rechtlich merken wir hier dazu an: Da die Zimmer alle jeweils mehr als 18m2 haben, handelt es sich hier nach § 47 der Niederösterreichischen Bauordnung wohl um Wohnungen. Gemäß Perchtoldsdorfer Bebauungsvorschriften wären demnach für 25 Wohnungen 31 Stellplätze nötig – oder es müsste die Anzahl der Wohnungen entsprechend verringert werden (was das Projekt für den Betreiber natürlich weniger lukrativ werden lässt). Oder man errichtet eine Tiefgarage - aber bei Baukosten je Stellplatz von etwa € 30.000,-- dürfte das wohl wirtschaftlich uninteressant sein.

 

Auch stellt sich die Frage, wer in diesen Kleinst-Wohnungen für kolportierte satte € 500,-- leben soll? Studenten können sich das wohl kaum leisten. Es kann sich auch nicht um das türkise Lieblingsprojekt "Flexi-Wohnen" handeln, denn in einem Jubel-Artikel der NÖN (24.12.2019) sagte der Ex-Bürgermeister: „Mit Vollmöblierung, Heizung, Warmwasser, Strom, Betriebs- und Verwaltungskosten, Umsatzsteuer und Internet sollen die Gesamtkosten bei etwa 300 Euro monatlich liegen."

 

Nebenbei bemerkt: es gibt das Studentenheimgesetz, dessen Anwendung hier zu prüfen und gegebenenfalls dessen Einhaltung zu wahren ist.

 

Nach einer Anrainerbesprechung haben wir Berufung gegen das Projekt erhoben und geben der Hoffnung den Ausdruck, dass der Gemeindevorstand die Bewilligung aufhebt. Es sind einfach noch zu viele Fragen auf, ua auch, wie dieses Projekt einfach so durchgehen konnte, daher haben wir wir auch eine Aufsichtsbeschwerde gegen Bauamtsleiter und Bausachverständigen eingebracht.

 

Detail am Rande: Der selbe Bauerwerber hat ein vergleichbares Projekt in der Nachbargemeinde Brunn umgesetzt. Dort handelt es sich um 21 Apartments mit 5 Stellplätze. Auch dieses Gebäude wurde als "Studentenheim" eingereicht und bewilligt. Die Kleinwohnungen wurden dann mit dem Slogan „Mit dem Koffer einziehen“ auf willhaben angepriesen – zu durchaus stolzen Mietpreisen ("Top Apartment im Zentrum, 25m2 um 490 Euro"). Auch hier von leistbaren Unterkünften für Studenten keine Spur. Interessant ist auch, dass Website und Facebookauftritt nach unsere Recherche plötzlich verschwunden sind … Wir konnten aus dem Cache die betreffenden Sites wiederherstellen und verfügen über Screenshots.

 

Und noch etwas: Bauwerber und Bürgermeisterin hätten sich den Ärger ersparen können, würden sie Frau Wladyka als Baureferentin Einsicht in Bauakten nehmen lassen. Das wurde aber unter unserem Ex-Bürgermeister verhindert: Ein Gutachten einer Star-Kanzlei kommt für tausende Euro zu dem Schluss, das der Baureferentin die Einsichtnahme in Bauakten aus Datenschutzgründen zu verwehren ist.

 

Mit anderen Worten: Es wird ein Gutachten in Auftrag gegeben und von uns BürgerInnen bezahlt, das im Ergebnis die Baureferentin de facto kalt stellt, sie somit für uns BürgerInnen nicht arbeiten kann! Ein teurer Treppenwitz! Aber die paar tausend Euro sind offenbar (trotz steigender Schuldenlast) nicht weiter schlimm, bei einer jährlichen Ausgabe für Rechts- und Beratungskosten in der Gesamthöhe von einer Viertelmillion Euro!

 

Neben Senkung der Ausgaben (und es gibt dafür bereits eine überparteiliche Arbeitsgruppe), ist die Bürgermeisterin aufgerufen, diesen Schildbürgerstreich neuerlich prüfen zu lassen, ist es ihre Verantwortung, dies sofort abzuändern. Nicht nur im Sinne der geschäftsführenden Gemeinderätin Wladyka, sondern auch im Sinne von BauwerberInnen, die sich Nachbesserungen und Projektverzögerungen ersparen, klarerweise auch im Sinne der Gemeinde, damit hier uns bei gemeindeeigenen Projekten kein finanzieller Schaden entsteht.

 

Es ist seltsam und kontraproduktiv, GemeinderätInnen von der Arbeit der ihnen übertragenen Themen und Aufgaben auszuschließen, das geben auch die Bestimmungen zum Datenschutz nicht her. An einen bewussten Akt der Behinderung glauben wir klarerweise nicht.

 

 

Nachstehend unsere Berufung: 

Betrifft:  Aktenzeichen 153-9/EZ461-359/2021

Berufung gegen die Baubehördliche Bewilligung vom 28.7.2021

 

Zunächst sei festgehalten, dass die Baubehörde sämtliche vorgebrachte öffentliche rechtliche Einwendungen in Erwägung ziehen muss und nicht nur die subjektiv öffentlichen Anrainerrechte.

 

1) Heimgebäude

Bewilligt wurde die Errichtung von zwei Heimgebäuden. Weder die NÖ-Bauordnung noch die NÖ Bautechnikverordnung kennen den Begriff "Heimgebäude". Zur Stellplatzberechnung wurde allerdings die erforderliche Anzahl bei "Beherbergungsbetrieben" herangezogen. Beherbergungsbetriebe benötigen eine gewerberechtliche Bewilligung, welche hier nicht vorliegt.

 

2) Pflichtstellplätze

Für einen "Beherbergungsbetrieb" wurde von der Baubehörde ein Stellplatzbedarf von 5 Stellplätzen berechnet, wobei aber nur 4 auf Eigengrund hergestellt werden und für einen  "nicht herstellbaren" Stellplatz eine Ausgleichsabgabe vorgeschrieben werden soll. Diese Vorgangsweise ist unzulässig.

Dazu eine Rechtsauskunft der Abteilung RU/1 Dr. Baier vom 21. Februar 2013:

 "Grundsätzlich ist bei der Errichtung eines Neubaus nicht an die Möglichkeit einer "Ablöse" der Verpflichtung von Stellplätzen gedacht. Sinn der Regelung ist nämlich, Stellplätze zu schaffen um öffentliche Verkehrsflächen zu entlasten. Sollte es nicht möglich sein - auf dem Baugrund selbst oder im Umkreis von 300 m - so ist die Anzahl der zu schaffenden Wohneinheiten so zu verringern, dass die vorgeschriebenen Stellplätze errichtet werden können."

 

3) Wohnungen

Definition laut NÖ-Bauordnung:

"Wohnung: jener für sich abgeschlossene oder abgegrenzte Teil eines Gebäudes, der wenigstens über die Räumlichkeiten nach § 47 Abs. 1 verfügt und objektiv für die Führung eines Haushaltes ausreicht;"

§ 47 Wohnungen und Wohngebäude

(1) Jede Wohnung muss mindestens bestehen: 1.einem Wohnraum, 2.einer Küche oder Kochnische und 3.einer Toilette, einem Waschbecken und einer Dusche oder Badewanne in zumindest einem Sanitärraum

(2) Wohnräume müssen eine Netto-Grundfläche von mindestens 10 m² haben; bei Wohnungen mit nur einem Wohnraum jedoch mindestens 18 m². Bei der Berechnung der Netto-Grundfläche von Wohnräumen werden Raumflächen mit einer lichten Höhe von weniger als 1,5 m nicht mitgerechnet.

Die projektierten Wohnräume erfüllen jedenfalls alle Kriterien und sind als eigenständigen Wohnungen einzustufen. Es sind zwar keine "Kochnischen" im Plan eingezeichnet, es sollen aber - laut Aussage der Bauwerber gegenüber den Anrainern - Kochplatten und Mikrowellen bereitgestellt werden. Die Wohnungsgrößen betragen ausnahmslos inklusive Klo und Dusche mehr als 18m2.

 

4) Pflichtstellplätze für 25 Wohnungen

Da es sich - wie oben erläutert - um Wohnungen handelt, die ja dann auch als solche vermietet werden sollen, ist jedenfalls die Stellplatzberechtigung gemäß Bebauungsvorschriften der Marktgemeinde Perchtoldsdorf heranzuziehen und es müssten 31 Stellplätze vorgeschrieben werden.

 

5) Ortsbild

Die Feststellung des Bautechnischen Sachverständigen, dass das Bauvorhaben "von der bestehenden Bebauung innerhalb des Bezugsbereiches nicht offenkundig abweicht" ist unzutreffend. Wie man an Luftaufnahmen sehr leicht erkennen kann ist in der Umgebung auf Perchtoldsdorfer Ortsgebiet kein ähnliches Gebäude vorhanden, sondern überwiegend Einfamilienhäuser. Es wurde kein Ortsbildgutachten erstellt.

 

6) Widerspruch auch zum NÖ-Raumordnungsgesetz:

§ 16 Bauland

(1) Das Bauland ist entsprechend den örtlichen Gegebenheiten in folgende Widmungsarten zu gliedern:

1.Wohngebiete, die für Wohngebäude und die dem täglichen Bedarf der dort wohnenden Bevölkerung dienenden Gebäude sowie für Betriebe bestimmt sind, welche in das Ortsbild einer Wohnsiedlung eingeordnet werden können und keine das örtlich zumutbare Ausmaß übersteigende Lärm- oder Geruchsbelästigung sowie sonstige schädliche Einwirkung auf die Umgebung verursachen. Die Geschoßflächenzahl (§ 4 Z 17 NÖ BO 2014, LGBl. Nr. 1/2015 in der geltenden Fassung) darf nicht über 1 betragen.

Dieses Projekt, 25 Wohnungen auf 709m2, kann in keiner Weise in das Ortsbild einer Wohnsiedlung eingeordnet werden und es wird mit Sicherheit auch das örtliche zumutbare Maß an Lärmentwicklung überschritten.

 

7) Geschoßflächenzahl nicht ausgewiesen

Die Grundflächen der beiden Gebäude betragen insgesamt 274m2 und es gibt drei Geschoße bei einer Grundstücksgröße von 709m2, wodurch die Geschoßflächenzahl von 1 vermutlich überschritten ist.

NÖ-Bauordnung §4:

Z 17 Geschoßflächenzahl: das Verhältnis der Summe der Grundrissflächen aller oberirdischen Geschoße von Gebäuden zur Fläche des Bauplatzes;

 

8) Bebauungsdichte vermutlich überschritten

Zwei Nebengebäude im hinteren Bauwich wurden nicht zur Bebauungsdichte dazugerechnet, diese könnte daher mehr als die zulässigen 45% betragen.

 

Antrag:

Aus oben genannten Gründen möge der Gemeindevorstand der Marktgemeinde Perchtoldsdorf den Baubewilligungsbescheid Aktenzeichen 153-9/EZ461-359/2021 aufheben und an die erste Instanz zurückverweisen.

 

Danke für Ihr Kommen, Ihre Unterstützung! Nachstehend Bilder von unserer Demo am 04.09.2021


Burgvorplatz - weg mit dem Beton, her mit unserem Hyrtlpark!

Update August 2021: Leider nein zum Park

 

Langsam kristallisiert sich heraus: Die Bürgermeisterin ist neu – aber das alte Problem bleibt. Von Mut zur Veränderung fehlt bislang jede Spur. Bäume in Trögen einzusperren ist ein (teurer) Witz und eine grüne Schande.

 

Bekanntlich kämpfen wir von der Perchtoldsdorfer Bürgerliste seit vielen Jahren gegen Baummord, Bauwut und Bodenversiegelung an; konkret kritisierten und kritisieren wir die Umgestaltung des Burgvorplatzes als Finanzgrab und Betonwüste.

 

Wir möchten hier jetzt nicht die Diskussion führen, dass die Platten nicht aus Beton, sondern eigentlich aus Stein oä sind. Man kann auch gar trefflich über den Geschmack streiten, nicht jedoch über Fakten:

 

Wo es einst grünte, herrscht heute Grau(en), statt Bruder Baum macht sich Tristesse breit. Ein beschauliches Innehalten ist in der Hitzehölle für Mensch und Tier und Pflanzen unmöglich (siehe zB die von der SPÖ durchgeführten Temperatur-Messungen).

 

Von einem erholsamen Verweilen auf diesen als Sitzgelegenheit (wer möchte diese je ergreifen?) getarnten Plattengrillern kann aus medizinischer Sicht nur dringend abgeraten werden.

 

Als Veranstaltungsplatz ist die Fläche klar gescheitert; ob Vespa-Treffen, Rockkonzert oder sogar der Wochenmarkt – sie alle finden unten am Marktplatz statt. – Warum wohl?

 

Fazit:

Für eine Klimaschutzgemeinde ist das schlichtweg eine Schande.

Für all jene beim Decarb-Projekt Engagierten ist das eine Ohrfeige.

Und die Flächenwidmung „Grünland-Parkanlage“ gibt uns und Perchtoldsdorf der Lächerlichkeit preis.

 

Gerade die letzten Wochen haben einmal mehr gezeigt, welche katastrophalen Auswirkungen der gedankenlose und nur auf Profit gerichtet Umgang mit unserer Umwelt hat. Dabei ist das alles nichts Neues:

 

Schon vor Jahrzehnten war zB am Spiegel-Cover (Ausgabe 33/1986) eine Fotomontage vom Kölner Dom unter Wasser zu sehen.

 

Bereits 1912 (sic!) wurde in der Waitemate & Kaipara Gazette auf die für das Klima schädlichen Auswirkungen durch die Verbrennung von Kohle hingewiesen.

 

Mit Freude habe ich daher das Posting von Frau Reißner in der Perchtoldsdorf 4 future-Facebookg-Gruppe gelesen (21.07.2021), wo sie sich für ein Aufbrechen von versiegelten Bodenflächen ausspricht, damit Regenwasser versickern kann, die Umgebung bei Hitze nicht übermäßig aufgeheizt wird – das alles trifft zu 100% auf den Burgvorplatz zu und ist offenbar auch ein Wunsch umweltbewusster PerchtoldsdorferInnen.

 

Es ist einfach so: Wer die Umwelt schützt, schützt seine Mitmenschen! Wer an morgen denkt, der tötet heute keinen Baum!

 

Es braucht daher ein klares Bekenntnis: Die Planierung des Hyrtlparks war ein sauteurer Fehler!

 

Es braucht eine rasche Entscheidung: Wiederaufforstung des Hyrtlparks!

 

Das wirklich Schöne an der Sache ist, dass diesmal dafür nicht eine weitere Studie erforderlich ist, sondern sie liegen bereits zahlreich vor. So zB jene mehrere Zehntausend Euro schwere zum Thema Marktplatzumgestaltung aus dem Jahre 2017, die zum Schluss kam: Es braucht mehr Grün.

 

Zugegeben: die Umsetzung, besonders die Finanzierung wird nicht einfach, wird Geld kosten, sollte aber kein Stolperstein sein: Wenn wir zehntausende Euro für Machbarkeitsstudien und Wettbewerbe hatten und haben, wenn wir tausende Euro für Überlegungen zu einem Insektenhighway ausgeben können, wenn wir im Begrischpark uns Hochbeete leisten können, dann sollte uns die (Wieder-)Errichtung eines echten Parks eine Herzensangelegenheit, eine Pflicht sein.

 

Die Zukunft gehört unseren Kindern, nicht dem Beton!

 

Aber was ist die Perchtoldsdorfer Lösung? Bäume in (Roll)-Trögen sind der Stein der Weisen! Bäumchen auf Rädern sind vielleicht billig, von mir aus auch praktisch – aber auch wirklich nur das. Wo gibt es eine Aufstellung über die Kosten? Laufende Pflege? Austausch von zu großen Bäumen? Beseitigung von Schäden an den Trögen durch Wind, Wetter und Mensch?

 

Völlig zurecht wurde ein derartiges Vorhaben zB in Vöcklabruck als sinnlose Behübschung heftig kritisiert und auf die enorme Umweltleistung eines eingepflanzten Baumes verwiesen. Der Protest war letztlich erfolgreich und mündete in eine Bürgerbeteiligung.

 

Übrigens: Das Projekt von Bäumen in Trögen wurde von den Grünen zu Fall gebracht.

 

In meinen aktionistischeren Tagen hätte ich einen medienwirksamen, parteiübergreifenden Platzsturm mit Spitzhacke vorgeschlagen; wenn wir das im rechtlich abgesicherten Rahmen und unter Einhaltung von 3G-Regeln mit medialer Begleitung machen, könnte das heute ein Weckruf für ähnliche Fälle in ganz Österreich sein.

 

Oder weniger revolutionär, mehr praktisch, also finanziell gedacht: Verkaufen wir doch die Steinplatten! Wann immer wir in der Vergangenheit zB auf Facebook Kritik am Aussehen, an den Kosten des Burgvorplatzes äußerten, fanden sich hurtig zahlreiche Jubel-SchreiberInnen ein, die mit überschwänglichen Worten die graue Pracht groß und den Aufwand klein geschrieben haben. Es dürfte demnach an zahlungswilligen AbnehmerInnen nicht mangeln.

 

Vielleicht kann man Platten und Klötze zB an irgendeinen Architekten für sein nächstes Projekt veräußern?

 

Oder – und das ist durchaus nicht nur politisch sprich oppositionell gedacht – wir stellen uns die Haftungsfrage ehemaliger Entscheidungsträger und machen die Kosten der Rückgängigmachung der Bausünde im Regresswege geltend? Es gibt dazu bereits ausjudizierte Beispiele.

 

Vielleicht könnte man endlich die BürgerInnen einbeziehen und aufrufen, Vorschläge zu machen!

 

Auch wir haben uns bereits überlegt, wie man – relativ günstig und rasch – erste Verbesserungen erreichen könnte (siehe unten).

 

Kurz und gut: Lasst uns den Park zurückbringen – wir sind gerne dabei!

 

Übrigens: Gar hartnäckig hält sich das Gerücht, dass das Projekt Lernen & Cafe im Hyrtlhaus vor dem Aus stehen soll. Wir erinnern uns: da gab es für viel Geld ein Konzept einer "Wohlfühlarchitektin", das ua als Innovation ein Fenster in der Mauer vorsah, dann gab es eine teure Sanierung, die üblichen Mehrkosten, dann einen erforderlichen Finanzierungsbedarf - hier zum nachlesen. Bleiben soll das Kaffeehaus - und der Gemeinde die Kosten, müsste sie sich doch um die Fortführung des Lernprojektes kümmern - offenbar ist den InitiatorInnen die Jugendarbeit dann doch nicht so wichtig ...

 

Juli 2021:

Seit Jahren schreiben und kämpfen wir gegen die Betonwüste am Marktplatz. Jetzt in der Sommerhitze zeigt es sich wieder besonders schmerzlich, welche Folgen die Vernichtung des Hyrtlparks für die Bevölkerung hat. Einst ein schattiges Plätzchen, das von Alten und Jungen gleichermaßen genützt wurde, jetzt eine Steinwüste und Hitzehölle, hässlich und unbrauchbar.

 

In der Perchtoldsdorfer Heimatmappe (Berta Bauch, 1983) steht sogar: "Oft setzen sich die Besucher auf die Bänke in der Grünanlage neben der Kirche zwischen Regenhardthaus und Hyrtlgasse."

 

SPÖ, FPÖ, Grüne und auch wir haben dieses Thema im Wahlkampf angesprochen und somit der Bevölkerung Hoffnung gemacht.

 

Also sollten wir es endlich in Angriff nehmen! Eine schöne Baumreihe, Büsche, vielleicht wieder ein Blumenbeet, das kostet sicher weniger als die zahlreichen unnötigen Gutachten, die eine Menge Geld verschlungen haben.

 

Vor allem: Entfernung der Sitz-Betonklötze, auf denen keiner sitzen kann, weil er sonst anbrennt. Normale Holzbänke, wie kürzlich eine in bunten Farben vor dem Gemeindeamt aufgestellt wurde.

 

Vielleicht könnte man die Bürger einbeziehen und aufrufen Vorschläge zu machen! Was halten Sie davon?

 

Auch wir haben uns bereits einige Gedanken zur Verschönerung gemacht (siehe unten).

 

Nach ersten Informationen stellt die neue Bürgermeisterin Andrea Kö ein Ende der Verschandelung in Aussicht. Hoffentlich greift sie auch andere heiße Eisen an, zB die galoppierende Verschuldung.


Turm-Wimmerl als teurer Kunst-Flop

Bekanntlich sind Geschmäcker und Ohrfeigen verschieden – was man sich hier aber für teures Geld geleistet hat, ist ein Schlag ins Gesicht. Es stimmt, dass man sich über Kunst gar trefflich streiten, über Schönheit heftig diskutieren kann (und auch sollte) – was aber für die Installation anlässlich des Turmjubiläums aufgewendet, besser gesagt in die Luft geblasen wurde, das ist unstrittig indiskutabel: Satte € 80.000,-- flossen in die Lungen des atmenden Turms!!!

 

Moment, wird man erwidern: Das ist nicht Gemeindegeld, da gibt es Förderungen des Landes, Umlagen aus der GIS-Gebühr usw.

 

Aber Moment! Wer befüllt diese Fördertöpfe? Bezahlt die Umlagen? Sind das nicht wir? Es ist unser Geld, das hier rausgeblasen wird!

 

Am Erfolg darf gezweifelt werden; die Bevölkerung verhöhnte die weißen Ballons als Airbag, Donut, Hoden, Wimmerl. Böse Zungen behaupten, die Ballons seien mit der heißen Luft des Ex-Bürgermeisters gefüllt.

 

Warum man anlässlich des Jubeljahres nicht uns, also nicht die PerchtoldsdorferInnen fragte, wie sie ihren Turm feiern möchten, bleibt eines der vielen Rätsel in dieser Gemeinde. Warum man wieder einmal mit Geld, das einem nicht gehört, das man nicht hat, sich den Luxus eines atmenden Turms leistet, ebenso. 


Baum-Mord oder: Der Hofer war's - schon wieder!

Seit 2019 kämpfen wir für den Erhalt der Bäume am Betriebsgelände der Hofer-Filiale in der Brunnergasse. Die ausführliche Vorgeschichte finden sie hier. Trotz Demo und Unterschriftenaktion und vielen Gesprächen (und zusichernden Worten des derzeitigen und damals offenbar schon wahlkämpfenden Bürgermeisters) opferte jetzt der Nahversorger zwei gesunde Platanen brutal seinen massiven Expansionsplänen: Wo Grün war, entsteht demnächst ein Parkplatz (schon der alte war kaum je voll).

 

Das ist ein Schlag ins Gesicht jener 800 BürgerInnen, die sich 2019 mit ihrer Unterschrift für den Erhalt von Bruder Baum stark gemacht haben!  Die Selbstauspreisung der Firma Hofer "heute für morgen" kann wohl weniger als nachhaltig, sondern viel mehr als Etikettenschwindel bezeichnet werden.

 

Wer an morgen denkt, der tötet heute keine Bäume!

 

Natürlich wird irgendwann und irgendwo irgendwas gepflanzt, regelmäßig aber sind es die umweltbewussten PerchtoldsdorferInnen. Festgehalten sei: Rechtlich ist natürlich alles super sauber, die demokratische Mehrheit hat ihr Urteil und eben auch ein paar Bäume gefällt.

 

Die einst grüngesinnte, nun lediglich mitregierende Partei schweigt dazu wortreich. Ach nein, stimmt nicht. Sie hat just zum selben Zeitpunkt eine Aussendung gemacht, weil Perchtoldsdorf einen Klima-Award bekommen hat. Toll. Wofür? - Für "Nachhaltigkeit im Alltag" ...

 

Noch ein Detail am Rande: 2018 wurde für das gegenständliche Grundstück die Bebauungsdichte von 25% auf 35% erhöht - mit Zustimmung (eigentlich keine Überraschung mehr) der Grünen. Somit darf Hofer zusätzlich 400 (vierhundert!) Quadratmeter verbauen, versiegeln. - Man darf sich wundern (und durchaus auch grün ärgern), was alles in einer "Klimaschutzgemeinde" geht.

 

Die Zukunft gehört nicht dem Beton, sondern unseren Kindern. Für ein lebens- und liebenswertes Perchtoldsdorf - die Perchtoldsdorfer Bürgerliste.


Yes, we decarb! - Wir machen mit bei der Dekarbonisierung!

Hier geht es zum Blog mit Ideen, Beiträgen, Grafiken, Videos. - Reinschauen. Nachdenken. Mitmachen. 

Erste Ergebnisse einer guten und spannenden Zusammenarbeit findet man in der Zusammenfassung unseres Workshops vom 17.12.2020 - einfach mal reinsehen und gerne auch teilen.

 

Begrüßung mit Einleitung: https://youtu.be/pa4q0J3e7WY
Impulsreferat von DI Hans Emrich: https://youtu.be/0y7svPvYs30
 
Perchtoldsdorf4Future wurde in der Kategorie "Nachhaltigkeit im Alltag" mit dem europäischen Klima-Award ausgezeichnet!

Corona - eine Pandemie, die uns krank macht

Die Perchtoldsdorfer Bürgerliste bemüht sich seit Anfang der so genannten Corona-Pandemie um Aufklärung. Viele Monate lang werden wir bereits verschiedenen Zwangsmaßnahmen ausgesetzt, ohne dass es irgendeinen Nachweis gibt, dass diese tatsächlich den gewünschten Effekt erzielen. Die Folgen von kurz-sichtiger Angst-PR und Ampel-Chaos: Wirtschaftsstagnation und Existenzvernichtung samt psychologischen Folgen wie Depression und Suizid. Lesen Sie mehr hier.


Änderungsvorschläge Bebauungs- und Flächenwidmungsplan

Liebe MitbürgerInnen,

vom 14.09.2020 bis zum 26.10.2020 sind Änderungsvorschläge betreffend Flächenwidmungs- und Bebauungsplan zur Einsichtnahme aufgelegt (unterlagen auf der Gemeindehomepage). Jeder kann eine Stellungahme dazu abgeben.

 

Grundsätzlich begrüßen wir diese Änderungen sehr; dass überhaupt Einschränkungen der Bebauungsmöglichkeiten durchgeführt werden sollen, ist das Resultat der zahlreichen Initiativen der Bürgerliste. Herzlichen Dank an alle, die uns dabei unterstützt und unsere Listen unterschrieben haben!

 

Leider wird nicht alles so umgesetzt, wie wir es vorgeschlagen haben, aber Verbesserungen gibt es dennoch:

  • Zahlreiche Freiflächen werden im Bauland festgelegt, die begrünt und mit heimischen Gehölzen bepflanzt werden sollen. Ohne diese Festlegungen wären viele Grundstücke auch hinter Baufluchtlinien durch Servitut bebaubar. Weder dem Bürgermeister noch dem Bauamtsleiter war das bewusst und die PBL musste erst eine Rechtsauskunft vom Land einholen.
  • Die Baufluchtlinien werden ergänzt, wo sie gefehlt haben.
  • Die Mindestgröße von neugeschaffenen Parzellen wird in verschiedenen Gebieten von derzeit 600m2 auf 800m2 erhöht, leider nicht im ganzen Ort wie wir es vorgeschlagen haben. Ein 600m2 Grundstück mit einem Doppelhaus bebaut hat zur Folge, dass kaum unversiegelter Boden übrigbleibt.
  • Die Mindestbreite wird unabhängig von der Bebauungsweise mit 15m festgelegt.
  • In großen Teilen des Bauland-Kerngebietes kommt die Festlegung von maximal 6 Wohneinheiten pro Parzelle.
  • Die vorgeschriebenen Pflichtstellplätze werden etwas reduziert damit weniger Boden versiegelt wird.
  • Generell muss auf jedem Grundstück 10% der Fläche als "Freifläche" erhalten bleiben (besser wären 20% oder 30%).
  • Nebengebäude oder überbaute Flächen von baulichen Anlagen im seitlichen Bauwich sollen mit 40m2 beschränkt werden (wir hatten 25m2 gefordert).
  • Stellplätze im hinteren Bauwich sind wieder verboten (diese Bebauungsvorschrift war leider 2018 ohne Grund geändert worden).
  • Einige Gebäude wurde als schutzwürdig erkannt und dürfen nicht abgerissen werden.
  • Ein Baubeirat aus Sachverständigen wird Bauvorhaben in den ausgewiesenen Zonen prüfen: Altort, Erhaltungswürdiges Altortgebiet und Cottage-Wohnzone

Perchtoldsdorf ist leider keine Ausnahme - Österreich ist bei der Verbauung EU-weit führend. Täglich werden 13 Hektar (= 18 Fussballfelder!) zubetoniert oder anderweitig denaturalisiert mit dramatischen gesundheitlichen Folgen (siehe ORF-Interview mit Umweltmediziner Hans-Peter Hutter am 14.09.2020).

 

Siehe auch dazu: "Ewig droht der Baggerzahn". Jährlich wird eine Fläche so groß wie Eisenstadt verbaut! Österreich baut sich zu! Hält das Betonfieber an, ist Österreich bis 2050 zugepflastert! In Perchtoldsdorf sagen nur wir, die Perchtoldsdorfer Bürgerliste Stopp zur Bauwut. Während andere den Kopf in den (Bau-)Sand stecken, ist die PBL die einzige Opposition mit Herz für Umwelt und Ort, für unser Perchtoldsdorf.

 


PBL - für ein lebens- und liebenswertes Perchtoldsdorf

Zum Glück hat die SPÖ doch keinen Einspruch gegen das Ergebnis der Wiederholung der Gemeinderatswahl gemacht und so stand der konstituierenden Sitzung am 1. Juli 2020 nichts mehr im Wege.

Die PBL ab sofort mit 5 Mandaten im Gemeinderat!

Julia Kunerth (Kultur- und Wirtschaftsausschuss, Generationen- und Sozialausschuss)

Michael Kunerth (Mobilitäts- und Nachhaltigkeitsausschuss, 

Gabriele Wladyka (Vorsitzende des Bauausschusses, Gesundheits- und Ortsentwicklungsausschuss, Immobilienbeirat, Schulausschuss der Schulgemeinde der Volksschulen, Sonderschule und Mittelschule Perchtoldsdorf)

Thomas Wladyka (Sport- und Spielstättenausschuss, Kommunalservice- und Landwirtschaftsausschuss)

Helmuth Kittinger (Personal- und Kommunikationsausschuss, Finanzausschuss, Prüfungsausschuss)

(Alle Fotos: Hans Krist)

So erreichen Sie uns:

Gabriele Wladyka - gabriele.wladyka@aon.at, +43 669 12 33 37 51

Helmuth Kittinger - helmuthkittinger@gmail.com, +43 670 204 39 50

  

Noch eine Bitte in eigener Sache: Richtige Information kostet richtiges Geld. Wenn auch Sie uns in unserem Kampf gegen Finanz-Chaos und Beton-Wut für ein lebens- und liebenswertes Perchtoldsdorf unterstützen wollen, dann können Sie jetzt dazu beitragen. Herzlichen Dank!

 

Spendenkonto "Perchtoldsdorfer Bürgerliste"

IBAN AT69 2011 1827 1186 0704

BIC/SWIFT GIBAATWWXXX


Großer Erfolg - Danke für Ihre Stimme! - ÖVP verliert Absolute

Liebe MitbürgerInnen,

 

es bleibt dabei - wie schon im Jänner so auch bei der Wiederholung im Juni konnte sich die Bürgerliste von 2 auf 5 Mandate steigern, ganz herzlichen Dank dafür an unsere WählerInnen!

 

Die ÖVP verliert ihre Absolute, es wurde der jahrzehntelangen Betonier- und Schuldenpolitik neuerlich eine klare Absage erteilt. Wann kommt der Rücktritt?

 

Wir als Bürgerliste, die wir keine Parlaments-Partei im Hintergrund haben, mussten uns jede Stimme durch eigene Leistung verdienen, unsere unermüdliche Arbeit wurde letztendlich belohnt.

 

Durch dieses tolle Ergebnis gestärkt sind wir bereit, Verantwortung zu übernehmen und streben ein Referat für Ortsentwicklung an. Flächenwidmungs- und Bebauungsplan sollten zukünftig der Bürgerliste obliegen, da wir das im Hintergrund schon die ganze Zeit gegen heftigen Widerstand der ÖVP vorangetrieben haben. Zudem werden wir mitreden, wo es um unser Geld geht.

 

Der schwarze Wahlslogan lautete "Diese Zeit braucht Erfahrung"; sie als WählerInnen haben entschieden: "Wir haben genug erfahren. Diese Zeit braucht Veränderung." Verbessern wir Perchtoldsdorf!


Interview mit PBL-Chefin Gabriele Wladyka


"Ewig droht der Baggerzahn" - so der Augen öffnende Artikel. Was macht die derzeit noch herrschende Partei? Sie steckt den Kopf in den (Bau-)Sand. Jährlich wird eine Fläche so groß wie Eisenstadt verbaut! Österreich baut sich zu! Hält das Betonfieber an, ist Österreich bis 2050 zugepflastert! In Perchtoldsdorf sagen nur wir stopp zur Bauwut. Die einzige Opposition mit Herz für Umwelt und Ort ist die Perchtoldsdorfer Bürgerliste.


Bau-Horror geht weiter - Baubeginn in Beatrixgasse 1

Wir erinnern uns: Drei Tage nach der schwarzen Wahlschlappe hatte die ÖVP nichts Besseres zu tun, als in einer Gemeindevorstandssitzung, noch in der alten Zusammensetzung mit großer ÖVP-Mehrheit, die Berufungen von Anrainern gegen zwei umstrittene Bauprojekte (Walzengasse und Hochstraße) abzuweisen. Somit kann zu bauen begonnen werden, weitere Rechtsmittel haben keine aufschiebende Wirkung.
Auch in der Corona-Krise wird fleißig weiter gebaut: In der Beatrixgasse sind acht Wohneinheiten geplant. Dieses Projekt mit 90% Bebauungsdichte wurde wenige Tage vor Beschluss der Bausperre mit maximal sechs Wohneinheiten eingereicht - es wäre ganz leicht zu verhindern gewesen: Drei (!) Verbesserungsaufträge wurden erteilt - warum wurde es von unserem Bürgermeister nicht wie in der Bauordnung vorgesehen schon nach dem ersten abgewiesen? Die Prüfung durch einen externen Gutachter hat die Kosten weiter verteuert; die Wohnungen mit einem Preis von ca € 6.000 pro Quadratmeter werden wohl nur schwer einen Käufer finden.

Unser schon oft wiederholtes Angebot, dass wir uns zum Wohle von Perchtoldsdorfer im Sinne von Ortsbildbewahrung und Klimaschutz jedes Bauvorhaben gemeinsam, parteiübergreifend ansehen sollten, wurde bisher immer wieder rigoros abgeschmettert. Offenbar soll ganz Perchtoldsdorf der Bau- & Betonlobby geopfert werden.

 

Wenn Sie dieser Politik eine klare Absage erteilen wollen, dann stärken Sie eine konstruktive Opposition mit Ihrer Stimme für die Perchtoldsdorfer Bürgerliste! Aktuell ist die Austragung der Wahlwiederholung für den 26.04.2020 angesetzt.

 

Und nebenbei bemerkt: Angesichts der aktuellen Regierungsbeschlüsse zur Vermeidung einer weiteren Verbreitung von Corona - wer schützt die Bauarbeiter?

Mit gebrochenem Herzen geben wir Nachricht vom Ableben unserer Gründerin, Mentorin und Mutter: Herta Kunerth

Hier geht es zum Nachruf in der NÖN.

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101 Jahre alt - Perchtoldsdorfer Bürgerl
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Älteste Kandidatin_ Mit 101 Jahren bei d
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Älteste Kandidatin bei Wahlen ist 101 Ja
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Herta Kunerth_ Die 101-Jährige, die die
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Das nächste Baum-Massaker - Klimaschutz als Marketing-Schmäh

"Baumpflege" in Perchtoldsdorf: Erst fällen, dann begutachten. Baumschutz ist Klimaschutz, doch was helfen „Klimagemeinde“ und „Klimamanifest“ und das jüngst in Lebens gerufene „Klimavolksbegehren“, wenn nichts umgesetzt wird?

Gemeindeeigene Bäume und Büsche werden immer noch sehr achtlos behandelt, zur falschen Zeit geschnitten, verstümmelt oder sinnlos gefällt. So geschehen kürzlich am Rain (siehe Fotos unten).

 

Ohne ersichtlichen Grund wurde dort kürzlich ein Baum-Massaker veranstaltet und wurden mehrere Eschen halbiert. Nachdem es große Aufregung gab, ließ der Bürgermeister im Nachhinein eine Expertise erstellen, wobei rauskam, dass alles in Ordnung war und die Bäume (die schon weg waren) ohnehin bald gestorben wären und vermutlich nicht standsicher waren.

 

Dem widerspricht ein zertifizierter Perchtoldsdorfer Baumpfleger:

„Eine Beeinträchtigung der Standsicherheit der betreffenden Bäume kann aus allen vorliegenden Fakten, Bildern und auch meinem Lokalaugenschein definitiv nicht abgeleitet werden. Die Maßnahmen widersprechen drastisch den Anforderungen an eine Moderne Baumpflege. Die ÖNORM L1122 gibt hierzu sehr detailliert Anweisungen, wie mit Bäumen im öffentlichen Raum mit all Ihren Einschränkungen und Besonderheiten umzugehen ist. Die vorgenommenen Maßnahmen können im Rahmen dieser Vorgaben nicht erklärt werden. Es muss ein Ende haben, dass im Bereich des öffentlichen Grüns von der Planung, der Konzeption bis zur Durchführung sämtlicher Maßnahmen in Perchtoldsdorf schlichtweg auf qualifiziertes Personal verzichtet wird. Baumpflege kann nur durch ausgebildete Baumpfleger fachlich adäquat durchgeführt werden, die notwendigen Stellen sind zu schaffen, wie es in unzähligen anderen Gemeinden auch möglich ist. Was hier in Perchtoldsdorf in der jüngsten Vergangenheit und in der Gegenwart geschieht, ist durch den strikten Verzicht auf qualifiziertes Personal bewusst dilettantisch bis illegal (im Falle der Beauftragung einer gewerblich nicht zur Baumpflege berechtigten Firma mit Baumpflegemaßnahmen an Gemeinde Bäumen).“

 

Unsere Forderungen: Jede geplante Fällung aber auch eine Rodung von Büschen ist im Landwirtschaftsausschuss zu besprechen. Es muss verpflichtend eine Begehung von einem Fachmann durchgeführt werden. Anschließend ist ein Maßnahmenkatalog zu erstellen und die getreue Durchführung zu beaufsichtigen.

 

Retten wir die Bäume und Büsche – sie sind wertvoll und wichtig!


Entgegnung zur verzerrenden Aussendung unseres BGM

In den letzten Wochen wurden die Perchtoldsdorfer Haushalte wiederholt mit Post von unserem Noch-Bürgermeister beglückt. Da fanden sich Kalender, Stimmzettel mit Namensaufdruck, Wahlinformationen (interessanterweise auch namentlich an Kinder und somit an noch nicht Wahlberechtigte adressiert) sowie eine Art schriftlicher Leistungsschau ein. Offenbar wurde das noch vor wenigen Wochen von der ÖVP im Paarlauf mit den Grünen vollmundig verkündete Klimaschutzmanifest für die Dauer des Wahlkampfes ausgesetzt.

 

Erwähnter Bericht ist zwar mit "Wahrheit" übertitelt, streut aber den Perchtolsdorfer WählerInnen Sand in die Augen (im Getriebe ist er nach jahrelanger schwarzer Alleinherrschaft schon ohnehin). Oppositionelle Arbeit wird in Bausch und Bogen verunglimpft und gar als falsch diskreditiert. Politische Mitbewerber seien nur auf einen Zug aufgesprungen - verschwiegen wird natürlich, wie oft gute Ideen und konstruktive Kritik auch von unserer Seite unter die Räder der einseitigen Abstimmungsmaschinerie der dominierenden Einheitsbrei-Partei gekommen sind.

 

Der Zug der ÖVP produziert nur heiße Luft! Am 26.01.2020 ist hoffentlich Endstation für eine derartige an uns BürgerInnen vorbeigehende Politik. Genug herumgeschustert - Wende jetzt!


Wir haben uns die Mühe gemacht, den schwarzen Wahlschmonzetten Fakten gegenüber zu stellen, die "Wahrheit" zu vervollständigen. Viel Spaß beim Lesen!


Offener Brief als Antwort auf die ÖVP-Aussendung

Liebe VP Perchtoldsdorf,

 

Ich will jetzt nicht auf alle Punkte eingehen, aber auf diesen:

"Tatsächlich hat Martin Schuster vor einige Jahren im Land eine Bebauungsdichte von maximal 2 Wohneinheiten im Perchtoldsdorfer Ortszentrum im Landtag durchgesetzt."

 

In diesem kurzem Satz sind drei gravierende Fehler:

1) es geht nicht um "Bebauungsdichte"

2) es geht nicht ums Ortszentrum

3) der Landtag macht keine Ortsplanung

 

Tatsächlich war es so, dass die Perchtoldsdorfer Bürgerliste am 14.12 2004 eine Dringlichkeitsantrag stellte mit dem Zweck, im Bauland Wohngebiet nur mehr maximal 2 Wohneinheiten pro Parzelle zu ermöglichen. Da die Wahl vor der Tür stand, hat die ÖVP nach einigen Anlaufschwierigkeiten einen gleichlautenden Antrag gestellt, der dann einstimmig beschlossen wurde. Da es für eine derartige Regelung keine Gesetzesgrundlage gab, hat Martin Schuster im Landtag erreicht, dass das NÖ-Raumordnungsgesetz entsprechend geändert und den Gemeinden die Möglichkeit gegeben wurde, die Festlegung "maximal 2 Wohneinheiten" im Flächenwidmungsplan im Bauland-Wohngebiet zu verordnen.

 

Das hat 1) nichts mit "Bebauungsdichte", 2) nichts mit "Ortszentrum"  3) nichts mit einem Eingriff des Landtages in die Ortsplanung zu tun.

 

Falls diese Aussendung von einem ÖVP-Gemeinderat geschrieben wurde, stellt sich die Frage, ob derartige Dinge spurlos an ihm vorübergegangen sind. Die Festlegung maximal 2 Wohneinheiten im Bauland Wohngebiet haben wir schon seit ca 15 Jahre und im Ortszentrum bzw Bauland Kerngebiet haben wir seit März 2018 eine Bausperre, die maximal 6 Wohneinheiten vorsieht. Hat sich das bei euren Mandataren noch nicht herumgesprochen? Derartig ahnungslose Menschen beschließen dann Flächenwidmungs- und Bebauungsplanänderung ohne offenbar zu wissen, um was es überhaupt geht.

 

Kein Wunder, dass es in Pdorf so zugeht!

 

Liebe Grüße

Gabriele Wladyka


Interview mit Spitzenkandidatin Gabriele Wladyka

 Über Einsatz, Motivation und ihren ersten Antrag im Gemeinderat - Wiederbegrünung des Burgvorplatzes hier und hier.

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PBL Bürgerliste - Gabriele Wladyka im In
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Marktplatz - wir sorgen für Bürgerbeteiligung - Ihre Stimme ist wichtig

Da das Marktplatzprojekt, wie es aussieht, doch weiterverfolgt werden soll, das Echo auf unsere Aussendungen sehr groß ist, aber der derzeit herrschenden Partei Perchtoldsdorf und die BürgerInnen offenbar egal sind, sie sogar im Verband mit den Grünen den Schuldenberg (aktueller Stand: 55 Millionen) noch weiter erhöhen, werden wir nun aktiv und sammeln Unterschriften - und haben bereist über 600 UnterstützerInnen - herzlichen Dank, wir machen weiter!

 

Die BürgerInnen wurden bisher nicht einbezogen. Trotzdem: Es gab eine "Machbarkeitsstudie" und einen "Ideenwettbewerb" mit einem Siegerprojekt (Kosten 57.000 Euro). So wird das auch in der Perchtoldsdorfer Rundschau im Dezember 2019 vorgestellt; zu lesen ist, “dass es als Grundlage für weitere Planungen dienen soll" und ein "Kompass für die Zukunft" sei.

 

Wenn man sich die Darstellung anschaut, ist das eher eine "gefährliche Drohung". Nicht nur, dass es vermutlich mindestens 3 Millionen Euro kosten wird (und somit deutlich teurer ist, als bisher offen gelegt), es passt auch in keiner Weise zu den historischen Gebäuden am Marktplatz: Vor der Pfarre soll eine "Stadtlounge" entstehen mit eckigen Betonblumenkisten, gefüllt mit Kies, umrandet mit Sitzbrettern ohne Lehne.

 

Über die "Lesezone" mit den "modernen Wasserspielen" hat der Bürgermeister in der Rundschau wohlweislich kein Wort mehr verloren: Als nämlich über Facebook bekannt wurde, dass Martin Schuster bereit ist, den Leonhardibrunnen zu opfern - unser Archivar Dr. Georg Gatscher-Riedl wollte dies mittels Anketten verhindern - war Feuer am Dach, musste dann schnell zurück gerudert werden.

 

Übrigens: Eine Begegnungszone zur Verkehrsberuhigung mit einer Beschränkung auf 20 km/h, dazu braucht man nicht teuer die Gehsteige abbauen, den Bodenbelag austauschen, die Fahrbahn mit Betonplatten bedecken, dazu reicht ein einfache, deutlich günstigere - und im Einklang mit unserem Klimaschutzmanifest CO2-neutrale - Beschilderung völlig aus.

 

Ident zur Unterschriftenliste haben wir auch eine online-Petition vorbereitet (hier).

 

In unserer nächsten Bürgerlisten-Zeitung, die nach Weihnachten an jeden Haushalt geht, wird die Unterschriftenliste abgedruckt sein, gesammelt wird aber jetzt auch schon. Sie haben aber auch die Möglichkeit, nachstehendes PDF auszudrucken, zu unterschreiben und an uns zu schicken:

Gabriele Wladyka, Kunigundbergstraße 11, 2380 Perchtoldsdorf

 

Bitte um Ihre Unterstützung! Gemeinsam für ein lebens- und liebenswertes Perchtoldsdorf! Stopp der Schuldenpolitik! Schluss mit Intransparenz! Wende 2020!

Download
Unterschriftenliste Marktplatz.pdf
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Und hier unsere aktuellen Flyer

Dezember 2019 mit den Themen: Marktplatz-Unterschriftenaktion, Schwarz-Grüne Schuldenpolitik, Wahl 2020

November 2019 mit den Themen: teures Chaos bei Begegnungszone & Schulden ohne Ende

September 2019 mit den Themen: Baum-Mord bei Hofer erfolgreich gestoppt & Kampf gegen Bau und Beton

Mai 2019 mit den Themen: Rettet die Bäume - Bäume statt Hofer-Neubau

April 2019 mit den Themen: Rechnungshofbericht als Ohrfeige für Verschwendung und Intransparenz sowie Bausperre durchgesetzt - Tigerwurth-Liegenschaft gerettet


Dafür setzen wir uns ein

Für UNSERE MitbürgerInnen:

Mitspracherecht bei Gestaltung und Verkehr

bedarfsorientierte Nahversorgung statt Konzern-Ödnis

Integration statt reflexartiger Ausgrenzung

Dorfdialog statt Monolog

Für UNSER Perchtoldsdorf:

Wahrung des Dorfcharakters

sanfte Weiterentwicklung statt Vorstadtghetto

Kontrollinstanz gegen Bauspekulanten

Transparenz statt Proporz



"Politik ist im besten Fall der Versuch, das Miteinander so zu gestalten, dass alle ihre Möglichkeiten entfalten können, ohne anderen damit zu schaden." (Winston Churchill)


Das sagen unsere UnterstützerInnen

 

Ich werde die Bürgerliste wählen, da ich gegen die noch immer stattfindende "Verschandelung" und Zubetonierung von Perchtoldsdorf bin (siehe zB Sonnbergstraße und Walzengasse).

(Dr. Gerhard Siegl)

 

Ich wähle die Bürgerliste, weil sie uns sehr geholfen hat, gegen ein Großbauunternehmen zu unterstützen, das dadurch nicht zustande kam. Generell ist Frau Wladyka immer bereit, zu helfen und zu unterstützen, wenn man sich an sie wendet. Dafür großen Dank, dies neben der Vollerwerbstätigkeit. Alles Gute, liebe Gabi, und viele Stimmen bei der nächsten Wahl!

(Dr. Silvia Wogritsch)

 

Ich werde sicher die P-dorfer Bürgerliste wählen, da ich der Meinung bin ,dass sie die einzige Opposition in Pdorf ist.

(Dr. H. Machacek, Abg.NÖ Landtag a.D)

 

Ich wähle die Bürgerliste, damit die wenigen Grünflächen erhalten bleiben und damit keine weiteren Großbauten entstehen.

(Hanna Holper)

 

Ich bin gebürtige Perchtoldsdorferin und wähle deshalb die Bürgerliste, weil ich mir erhoffe, dass dadurch im Bauamt mehr Transparenz entsteht und Perchtoldsdorf nicht total zubetoniert wird!

(Gerlinde Schmitt)

 

Wie Perchtoldsdorf heute aussieht. Ich lebe seit über 40 Jahren hier. Alles wird zugebaut mit peinlich hässlichen "Schrott- Boxen" um sehr viel Geld. Geld regiert die Welt! Die Bürgerliste weist immer wieder auf unsaubere Handhabungen hin, sonst würde man gar nichts erfahren. Immerhin gelang es der Bürgerliste bei einer Bekannten bei der Essigfabrik, dass ein Stockwerk tiefer gebaut werden musste. Sonst hätte die nie mehr die Sonne gesehen. Also schon wichtig, die Bürgerliste!!!

(Inge Trauth)

 

Ich wähle die  Bürgerliste sicher und tue dies auch kund. Wer sonst kümmert sich um die Erhaltung unseres schönen Perchtoldsdorfs und bekämpft die Zerstörung historischer Bausubstanz bzw. die Errichtung grauslicher Neubauten. Ich bin auch autorisiert, für meinen Mann und meine Tochter kundzutun, dass sie ebenfalls die Bürgerliste wählen werden. Demnach sind wir drei:

(Dr. Monika Wolfschütz, Rudolf Wolfschütz, MMag. Anna Millauer) 

 

Hallo Perchtoldsdorfer Bürgerliste, Ihr seid für mich seit Jahren der einzige Verein in diesem Gemeinderat, von dem ich mehr erfahre, als das Eigenlob des Bürgermeister in der Perchtoldsdorfer Rundschau! Und auch anscheinend noch immer der einzige, der die Aufgaben einer politischen Opposition wahrnimmt! Denn von den anderen Vereinen, die eigentlich eine Opposition zur regierenden ÖVP bilden sollten, höre ich kaum etwas, das zu dieser Rolle passt. Nur die SPÖ ist in den letzten Monaten auf die Idee gekommen, ab und zu kritisch von den Gemeinderats-Sitzungen zu berichten. Also meine Stimme bekommt Ihr wieder. Liebe Grüsse.

(Erich Kohlenberger)

 

Ich wähle die Bürgerliste, weil sie meine Interessen für den Ort sehr gut kontrollieren.

(Michael Knauerhase)

 

Ich wähle die Bürgerliste weil ich sie mag !!!

(Kurt Schulmeister)

 

Fr. Wladyka hat meinen Bekannten in Perchtoldsdorf einmal sehr geholfen. Auf dem Nebengrundstück konnte, mit ihrer Hilfe, ein großer Bau verhindert werden. Als wir vor einigen Jahren in ähnlicher Situation waren, erinnerte ich mich daran. Meiner Mutter drohte auf dem unverbauten Nachbargrundstück ein riesiger Bau mit 4 Geschoßen und 11 Wohneinheiten. Die Baubehörde hatte bereits grünes Licht gegeben, alles kontrolliert und für in Ordnung befunden. Doch auf Grund unseres Einspruches und mit Unterstützung von Fr. Wladyka und ihrer fundierten Kenntnis der Bauordnung wurde diesem stattgegeben. Seit dem steht – glücklicherweise – das Grundstück noch immer unverbaut. Fr. Wladyka hat uns in diesem Prozess großartig unterstützt und unsere Dankbarkeit drückt sich dadurch aus, dass wir auch seit dem die Bürgerliste wählen. Weil wir glücklich sind, dass es solche Idealisten wie sie gibt, die so viel auf sich nehmen, um der Verschandelung unseres Ortes Einhalt zu gebieten. (Es gibt ohnehin schon viel zu viele „Kistenhäuser“, die nicht in unseren Ort passen!)

(Erna Daxer)

 

Etwa im Jahr 2000 war geplant auf einem großen Nachbargrundstück von mir im Sonnbergviertel ca. zehn Einfamilienhäuser zu errichten. Danach hätten es weniger Einfamilienhäuser werden sollen, dafür aber zwei Wohnblocks. Der große Streitpunkt damals war die sog. hintere Baufluchtlinie. Frau Dr. Hertha Kunerth hat mir während meines langen Bemühens dieses Vorhaben zu verhindern, in unermüdlicher Weise dabei geholfen. Das werde ich ihr nie vergessen. Geworden sind es letztlich 3 Einfamilienhäuser – mit dieser Lösung waren und sind alle Anrainer sehr zufrieden.

(Dr. Norbert Artaker)