Für die ÖBB endet Europa in Mödling - Perchtoldsdorf zum Verschubbahnhof degradiert - Umdenken und lauter werdende Kritik bei BGM und Gemeinderats-KollegInnen - nur die Grünen halten an Vernichtung von Umwelt und Steuergeld fest

Update September 2022:

Die Begeisterung für den vier- und sechsgleisigen Bahnausbau Meidling-Mödling beginnt auch im Perchtoldsdorfer Gemeinderat zu bröckeln, langsam springt man auf den Zug der Perchtoldsdorfer Bürgerliste auf. Unsere Bürgermeisterin hat einen Brief an die Anrainer geschrieben in dem sie wie schon in der letzten Rundschau versichert, dass sie sich für eine „Verlegung der Wendeanlage nach Wien“ einsetzen wird: „Das Projekt in der derzeitigen Form kann von uns nicht befürwortet werden.“ (Wir tragen das übrigens seit Monaten auch im Gemeinderat vor.)

 

Derzeit sind bei der Aspettensiedlung sechs Gleise geplant, damit Züge, die in Liesing enden, in Perchtoldsdorf wenden (jetzt wenden sie in Wien). Eine ungeheure Zumutung unseren Ort als „Verschubbahnhof“ zu missbrauchen! Mehrere ÖVP-Mandatare geben in Einzelgesprächen zu, dass dieser Bahnausbau für unseren Ort keine Vorteile bringt. FPÖ-Mandatar Robert Lugar unterstützt uns sehr und hat eine Parlamentarische Anfrage der FPÖ versprochen.

 

Zum Unverständnis vieler hält der Grüne (?!) Vizebürgermeister Christian Apl uneinsichtig und voller Verzückung an diesem Zerstörungsprojekt fest und wünscht sich zusätzlich einen beidseitigen "Radhighway", für den er unzählige weitere Bäume offenbar gerne opfert. Er macht sogar Druck auf den Koalitionspartner ÖVP und fordert, dass der das ganze „befürworten“.

 

Juli 2022:

Je mehr man sich mit dem geplanten vier- und sechsgleisigen Bahnausbau auseinandersetzt umso deutlicher wird: Die Nachteile überwiegen etwaige Vorteile bei weitem, die Perchtoldsdorf haben so gut wie nichts davon.

 

Am 21.7.2022 gab es ein Gespräch mit Vertretern der ÖBB, wo das noch deutlicher wurde.

 

Auf Höhe der Aspettensiedlung sind sechs Gleise geplant, just in einem Bereich, wo der meiste Wald gerodet werden muss. Das diene dazu, dass Züge, die in Liesing enden, dann in Perchtoldsdorf wenden.

 

Über den Lärmschutz denke man gerade nach, da werden Erhebungen gemacht.

 

Zum Tarif sagte der ÖBB-Vertreter nur, "da müssen sie mit dem VOR reden". Klar ist: Wenn dann vier Gleise da sind, aber man trotzdem von Liesing bis Perchtoldsdorf noch immer einen zusätzlichen Fahrschein braucht, werden wohl wenige das Angebot nützen.

 

Zwischen Bahnhof Perchtoldsdorf und Brunn entsteht ein neuer "Europabahnhof", der angeblich über eine super "Park and Ride" Anlage verfüge. Wo diese hinkommt, wissen die ÖBB Vertreter allerdings nicht, denn sie haben dort kein Grundstück.

 

Der Bahnausbau ist angeblich "gesamteuropäisch" zu betrachten, endet aber in Mödling, wo es dann wieder nur zwei Gleise gibt.

In Zukunft wird dann alle vier Minuten ein Zug mit bis zu 160 km/h durch unseren Ort brausen – aber nur alle zehn Minuten wird einer in der Station auch Halt machen.

 

Um das Projekt zu realisieren, muss die Mühlgasse samt Brücke verlegt werden. Darauf aufmerksam gemacht, dass man dazu eine Umwidmung im Flächenwidmungsplan braucht, meinte der ÖBB-Vertreter lapidar: "Die ÖBB braucht keine Widmung." Wir werden jedenfalls alles dransetzen, dass hier nichts umgewidmet wird!

 

Auf beiden Seiten soll ein je 3,5m breiter "Bahnbegleitweg" kommen, der dazu dient, dass bei Unfällen die Einsatzkräfte besser zum Einsatzort kommen können. Damit werden zusätzliche sieben (!) Meter vom grünen Bahndamm vernichtet und tausende Bäume gefällt. Der Weg wird geschottert und vermutlich mit Unkrautvertilger vom Bewuchs freigehalten. "Früher haben wir Tonnen von Glyphosat verwendet, das dürfen wir jetzt nicht mehr", sagte der ÖBB-Mann. Er antwortete aber nicht auf die Frage, was sie jetzt verwenden.

 

Über Alternativen, wie Doppelstockzüge zu den Stoßzeiten oder bessere Koordination wird nicht nachgedacht. Man hat das Gefühl, es ist denen herzlich egal, ob das dann einen Sinn hat, es geht offenbar eher darum, dass gebaut wird und einige Milliarden verteilt werden. Porr und Strabag freuen sich schon.

 

500 Unterschriften haben wir schon gesammelt, wir wollen mindestens 1000 erreichen.

 

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Am 21.07.2022 fand unter Teilnahme von Vertretern aller Fraktionen das von Frau Bürgermeisterin organisierte (und längst überfällige) Gespräch mit der ÖBB statt. Es wurde einmal mehr das Projekt präsentiert, im Anschluss konnte man Fragen stellen. Die ÖBB arbeiten gerade an den Unterlagen zur Einreichung der Umweltverträglichkeitsprüfung, die im zweiten Quartal 2023 starten soll.

 

Frage: Wieso 6 Gleise bei der Aspettensiedlung?

Antwort: Das sind Rangiergleise für die Züge die in Liesing enden, die rangieren dann in Perchtoldsdorf.

 

Frage: Wo rangieren die jetzt?

Antwort: In Liesing, aber nach dem Ausbau geht das nicht mehr, weil es zu viele Züge dann sind.

 

Frage: Wieso rechnen die ÖBB mit einer Fahrgaststeigerung um 35.000 bis 2034 obwohl es wenig Einwohnersteigerung bei uns gibt?

Antwort: Weil in Wien Wohnungen für 30.000 Menschen gebaut werden (also Perchtoldsdorf betrifft das nicht).

 

Frage: Für die Verlegung der Mühlgasse und der Brücke muss der Flächenwidmungsplan geändert werden, was ist, wenn die Gemeinde das nicht macht?

Antwort: Widmungsprobleme stellen sich der ÖBB nicht. (Was ich nicht glaubte, denn es wird auch Gemeindegrund beansprucht. Schließlich wurde uns ein Gespräch mit einem ÖBB Juristen bei nächsten Treffen angeboten.)

 

Frage: Wie wird der Lärmschutz aussehen?

Antwort: Da werden gerade Untersuchungen gemacht. Es werden moderne Materialien verwendet, wo wenig Lärm entsteht.

 

Frage: Radweg - Bahnbegleitweg

Antwort: Idealerweise kommt beidseitig ein Bahnbegleitweg, 3,50m breit, nicht asphaltiert, nur geschottert. Den braucht man, wenn Unfälle sind, damit die Einsatzkräfte besser hinkönnen. Dort, wo jetzt ein Radweg ist, kommt nachher wieder ein asphaltierter Radweg.

 

Frage: Wie wird der von Bewuchs freigehalten, kommt da Unkrautvertilger drauf?

Antwort: Unkrautvertilger dürfen wir seit 2019 nicht mehr verwenden. Früher wurde tonnenweise Glyphospaht angewendet. (wie sie es jetzt machen wurde nicht beantwortet),

 

Frage: Wozu in Brunn ein zusätzlicher Bahnhof?

Antwort: Das wird ein ganz moderner Europa-Bahnhof, der bietet viele Chancen mit einer großen Park- and Ride-Anlage, damit auch Bewohner aus umliegenden Gemeinden, zB Perchtoldsdorf, dann dorthin fahren und ihr Auto abstellen und mit dem Zug weiter fahren können.

 

Frage: Wo kommt das Park and Ride?

Antwort: Das wissen wir noch nicht, uns gehört da kein Grundstück, wir müssen erst eines finden.

 

Frage: Von Liesing nach Perchtoldsdorf braucht man einen zusätzlichen Fahrschein, deshalb fahren da wenige Personen, wird sich das ändern?

Antwort: Da müssen sie den VOR Fragen. (Den fragen wir schon seit vielen Jahren.)

 

Frage: Was haben die Perchtoldsdorfer von diesem Projekt, wieso sollen dann bei uns weniger Autos fahren?

Antwort: Sie müssen das gesamteuropäisch sehen, das sind die großen Infrastrukturprojekte usw. (Europa endet offenbar in Mödling, weil da gibt es dann nur mehr zwei Gleise.)

 

Frage: Wie kommen sie zu den Prognosen, welche Studien gibt es da?

Antwort: Da gibt es eine Studie usw. (Zwischenrufe: Die wollen wir bitte sehen! Langes Gerede, also bei nächsten Termin werden wir da was erfahren.)

 

Wie es aussieht, rücken die ÖBB keinen Millimeter von ihrer Planung ab.

 

Das Erfreuliche: Neben der FPÖ und der Bürgerliste haben auch ein paar andere Gemeindevertreter zum Nachdenken angefangen. Selbst die Frau Bürgermeisterin hat ausgesprochen, dass Perchtoldsdorf eigentlich keinen Vorteil davon hat. Sehr kritisch äußerte sich auch der Vertreter der NEOs. Der SPÖ-Vertreter war zwar leicht irritiert, findet es aber trotzdem gut. Nach wie vor voller Begeisterung ist nur mehr der derzeitige grüne (!) Vizebürgermeister, Herr Christian Apl.

 

Vom nächsten Gespräch – aller Voraussicht nach am 26.08.2022 – werden wir wieder berichten.

Schiene killt Natur! - Danke für Ihr Kommen! - Brief an die ÖBB

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

Zunächst einmal herzlichen Dank, dass sie am 21.07.2022 an der Besprechung bezüglich des geplanten Bahnausbaus teilnehmen.

Ich darf vorab einige Fragen übermitteln, die zum Teil von AnrainerInnen an mich herangetragen wurden und ersuche, bis zur Besprechung entsprechende Antworten vorzubereiten.

 

lg

Gabriele Wladyka

Perchtoldsdorfer Bürgerliste

 

 

1. Verkehrsaufkommen:

 

Auf der Homepage gibt die ÖBB unter Infrastruktur Meidling – Mödling an, dass bereits bis 2035 der Schnellbahnverkehr von 25.600 Passagieren auf 61 000 steigen wird und dass der Regionalzugverkehr von 41 900 auf 47. 000 steigen wird.

 

Gibt es dazu eine Studie und wer hat sie erstellt? Welche Methoden wurden verwendet und gab es eine Ausschreibung? Und vor allem: wo kann man sie lesen? Wurde eine Fahrgastanalyse gemacht? An welchen Haltestellen ist mit wieviel Fahrgästen zu rechnen? Wie viele davon in Perchtoldsdorf, Brunn und Mödling?

 

Die Zahlen erscheinen als wenig glaubwürdig, woher sollen die zusätzlichen 35.000 Fahrgäste im Schnellbahnbereich in nur 12 Jahren kommen? Die Gemeinden zwischen Liesing und Mödling sind in den letzten 20 – 30 Jahren nicht stark gewachsen. Auch in Zukunft ist mit keiner großen Steigerung zu rechnen.

 

 

2. Gesamtverkehrskonzept- Gesamtklimabilanz:

 

Auch der von der Bahn postulierte positive Klimaeffekt ist zu hinterfragen, für die Errichtung neuer Infrastruktur (Stahl für die Schienen, enorme Erdbewegungen etc..) entsteht enorm viel CO2, dass nur bei massiver Reduktion des PKW Verkehrs in den Folgejahren amortisiert würde. Fast leer fahrende Eisenbahnwaggons brauchen mehr Energie als 2 – 3 PKWs. Die abgeholzten Bäume werden keinen Sauerstoff produzieren und der versiegelte Boden führt zu weiterer Aufheizung. Gesamtklimabilanz wurde für dieses Milliardenprojekt wohl keine erstellt, obwohl bereits für jede Wohnung Klimawerte gesetzlich vorgeschrieben sind.

 

Wurde  für dieses milliardenteure  Projekt ein Gesamtverkehrskonzept für das südliche Niederösterreich erstellt? Ist dieses öffentlich einsehbar? Wurden die Opportunitätskosten ausreichend berücksichtigt, schließlich könnte man die Milliarden auch anderswo gut gebrauchen. Gibt es eine Gesamtklimabilanz?

 

 

3. Kapazität:

 

Derzeit ist die vorhandene Kapazität – außer zu Stoßzeiten – meist ausreichend.

 

Warum plant die Bahn nicht einfach die Einführung von mehr Doppelstockzügen sollte sich wider Erwarten die Fahrgastzahlen in fernerer Zukunft doch erhöhen?

 

 

4. Verkehrsentflechtung:

 

Eines der Hauptargumente der OEBB für die geplante Vierspurigkeit besteht in der sogenannten Entflechtung der Züge, also der Trennung schnellerer und langsamerer Züge. Auch hier besteht großer Klärungsbedarf:

 

a) Durch die bald fertiggestellte Pottendorfer Linie wird die Südbahn im Fernverkehr de facto vierspurig. Der Hochgeschwindigkeitsbereich und der Güterverkehr soll laut Homepage der ÖBB auf diese Gleisen, die durch wesentlich weniger dicht besiedeltes Gebiet führen, geführt werden. Damit entsteht bereits eine wesentliche Entflechtung, die auf der Strecke Meidling – Mödling zu Erleichterungen führen müsste.

 

b) Das Projekt stammt wie bereits erwähnt aus den 70er Jahren, heute gibt es auf Grund von künstlicher Intelligenz moderne Bahnleitsysteme. Diese könnten in Kombination mit zusätzlichen Ausweichstellen (bzw. vierspurigen Haltestellen) zu einer wesentlichen Erhöhung der Taktfrequenz führen, sollte diese wirklich einmal nötig sein. Das wäre jedenfalls viel billiger als ein durchgehend vierspuriger Ausbau.

 

Hat die Bahn wirklich alle möglichen Alternativen auf dem neuesten Stand der Technik  zu einem durchgehenden vierspurigen Ausbau überprüft?

 

 

5. Wendegleise im Bereich Aspettenstraße/Zerstörung des Bahndamms – dieser Punkt ist aus Sicht der Gemeinde Perchtoldsdorf besonders störend:

 

Der derzeitige technische Planungsstand lässt sehr viele Fragen offen, warum die Bahn ausgerechnet fast auf der gesamten Länge der Aspettenstraße zwei zusätzliche Wendegleise vorsieht, ist schwer erklärbar. Dadurch würde der Streckenabschnitt sechsgleisig, fast der gesamte Bahndamm müsste abgegraben werden und er wäre dann wohl auch niedriger. Unzählige Bäume, ein Lebensraum für zahlreiche geschützte Tierarten, würden zerstört werden. Hier wohnen besonders viele Anrainer in besonderer Nähe zur Bahn in hohen Häusern. Hunderte Menschen würden dann den Schallschutz fast gänzlich verlieren, Schallschutzwände haben für die oberen Stockwerke kaum eine Wirkung und zwischen den Häusern könnte ein sehr störender Flatterschall entstehen. Durch die Verschubaktivitäten wäre mit ununterbrochener Lärmbelastung zu rechnen. Möglicherweise will hier die Stadt Wien den Wendeverkehr gänzlich nach Niederösterreich auslagern, obwohl die Züge ja nur innerhalb Wiens verkehren.

 

Auch den Artenschutz dürfte die Bahn bei der geplanten Zerstörung des Bahndamms nicht bedacht haben, hier leben zahlreiche vom Land Niederösterreich und auch der EU geschützte Tierarten, für die Gefährdung letzterer wäre sogar eine  Genehmigung aus Brüssel notwendig.

 

Hier gäbe es zahlreiche alternative Lösungen, wie z.B. Bahnsteigwende im Bahnhof Liesing, der bereits jetzt über sechs Gleise verfügt. Zwischen Atzgersdorf und Liesing gibt es ohnehin ein riesiges Rangiergelände.

 

Ist die Zerstörung des Bahndamms mit all den negativen Folgen für die Natur und die Anrainer seitens der ÖBB nicht diskutierbar oder ist die ÖBB bereit, weitere Optionen in Betracht ziehen?

 

 

6. Fahrradweg/Bahnbegleitweg:

 

Handelt sich jetzt um einen Bahnbegleitweg oder einen Fahrradweg? Ist der aus Sicht der ÖBB unbedingt notwendig, könnte man diese zusätzlich Naturzerstörung nicht einsparen?

 

 

7. Verlegung der Mühlgasse und der Brücke:

 

Dafür müsste das örtliche Raumordnungsprogramm der Marktgemeinde Perchtoldsdorf geändert werden, Grünland-Kleingärten müsste in Verkehrsfläche umgewidmet werden. Es bedarf einer nachvollziehbaren Grundlagenforschung, Bauwünsche der ÖBB sind da zu wenig.

 

Die Perchtoldsdorfer Gemeindevertretung ist den Bürgern verpflichtet und muss es unterlassen, die Lebensqualität der Bewohner willkürlich zu zerstören, daher werden wir mit allen uns zu Verfügung stehenden Möglichkeiten versuchen, diese geplante Umwidmung zu verhindern.

 

 

8. Schallschutz:

 

Was ist genau geplant um die Anrainer vor übermäßiger Lärmbelästigung zu schützen? Gibt es genaue Untersuchungen über die zu erwartenden Auswirkungen, was den Lärm betrifft?

 

Untenstehend ein paar Fotos unserer Kundgebung "Schiene killt Natur" (Video) vom Samstag, 25. Juni 2022.

 

Zur Erinnerung: Es sollen hier Milliarden an Steuergeld aufgewendet werden ohne erkennbaren Nutzen - außer für die, die was dabei verdienen. Ein besonderer Wahnsinn ist der Bau des Europaring Bahnhofs und einer Park + Ride Anlage für 300 Fahrzeuge in Brunn. Dieser Bahnhof ist bloß ca. 900 m entfernt von der Haltestelle Perchtoldsdorf und ungefähr gleich weit entfernt vom Bahnhof Brunn! Zielführend für die „Schnelle“ S-Bahn! Da man annimmt, dass die Parksituation sowohl in Perchtoldsdorf wie in Brunn dem Ansturm nicht gerecht werden wird und man bei den vorhandenen Haltestellen nicht bereit ist, das Parksystem auszubauen, müssen dann die PerchtoldsdorferInnen (winkend an der Haltestelle Perchtoldsdorf vorbeifahren), um nach ca. 1 km das Park + Ride zu erreichen. Auch für die Brunner Öffi-Fahrer gilt das gleiche Szenario. Damit wird das Verkehrsaufkommen in beiden Gemeinden erheblich auf bereits belasteten Straßenzügen gesteigert.

 

Wir verstehen den kollektiven Kniefall so mancher PerchtoldsdorferInnen vor der ÖBB nicht. Wir verstehen nicht, warum manche diesem Konzern zu mehr Geschäft verhelfen wollen (wenn auch unter dem Deckmantel Mobilität und Nachhaltigkeit), denn man muss sich um das Unternehmen wahrlich keine Sorgen machen, gehört die ÖBB doch zu den Pandemiegewinnern: 2021 konnte das Unternehmen trotz pandemiebedingter Fahrgast- und Frachtrückgänge schwarze Zahlen schreiben - dank Corona-Staatshilfen in der Höhe von 200 Millionen Euro!

 

Klar sollte auch sein, dass die ÖBB uns den Ausbau nicht schenkt, sondern über eine deutliche Erhöhung der Ticketpreise refinanziert. Mit anderen Worten: Wer für den Ausbau der Bahn ist, mordet nicht nur Tiere, killt Bäume, verschwendet Steuergelder, sondern greift auch in unser Börserl. - Nein!

 

Auch zahlreiche BürgerInnen von Maria Enzersdorf sind direkt betroffen; zudem gibt es Gerüchte über Enteignungen.

 

Retten Sie mit Ihrer Unterschrift ein Stück Natur! Stoppen wir gemeinsam das Monsterprojekt der ÖBB!

In der Gemeinderatsitzung vom 22.06.2022 wurden 342 Unterschriften von Perchtoldsdorfer BürgerInnen gegen den 4- und 6- spurigen Bahnausbau der Bürgermeisterin übergeben. Weiters hat die Bürgerliste einen Dringlichkeitsantrag gestellt, dass die Gemeinde das Projekt Ausbau-Meidling-Mödling in vorliegender Form ablehnt und dafür keine Umwidmungen machen wird.

 

ÖVP, SPÖ, Grüne und Neos stellten selbst einen Antrag, der dann mehrheitlich beschlossen wurde, und so lautet:

"Der Gemeinderat der Marktgemeinde Perchtoldsdorf begrüßt den 4-spurigen Ausbau der Südbahn, informiert aber die ÖBB darüber, dass das Projekt "Ausbau Meidling-Mödling" aus Sicht der Marktgemeinde Perchtoldsdorf die Bürger*innen-Interessen zu wenig berücksichtigt. Weiterführende Maßnahmen, wie zB. Änderungen im örtlichen Raumordnungsprogramm sind erst dann sinnvoll beurteilbar, wenn die Interessen der Bürger*innen spürbar stärker berücksichtigt werden."

 

Wir stoßen uns an dem verwendeten Vokabel "begrüßen", denn ein derartiger Kniefall vor der ÖBB steht der Frau Bürgermeisterin und ihren KollegInnen schlecht an, denn wir alle wurden gewählt, um unseren MitbürgerInnen zu dienen und nicht, um einem Konzern nach dem Wort zu reden und so Hilfestellung für die milliardenschwere Verschwendung von Steuergeldern zu leisten.

 

Wir haben diese Bedenken vorgebracht, eine alternative Formulierung angeboten - jedoch ohne Erfolg. Die Grünen haben darauf bestanden, dass die Gemeinde das Projekt befürwortet, deshalb konnten wir dem Antrag in dieser Form nicht zustimmen. Herr Lugar von der FPÖ hat als einziger neben der Bürgerliste grundsätzliche Zweifel an der Sinnhaftigkeit des Bahnausbaues. ÖVP, Grüne, SPÖ und NEOs sind der Meinung "das brauchen wir und es kommt sowieso".

 

Das Projekt stammt aus den 70er Jahren und ist keinesfalls zeitgemäß. Eine Hochleistungsstrecke durch dichtest verbautes Gebiet, die in Mödling endet. Auch Bahnprojekte sollten dezentral und umweltschonend sein! Für die Reaktivierung der Kaltenleutgebner Bahn hat die ÖBB "kein Geld", Nebenbahnen werden eingestellt, hier aber werden Milliarden verpulvert.

 

Wir fordern die ÖBB auf, auch Alternativlösungen in Erwägung zu ziehen: mehr Doppelstockzüge zu den Stoßzeiten, bessere Koordination, vermehrt Autobusse nach Siebenhirten oder – wenn es sein muss – einige zusätzliche Rangiergleise, bzw. (wie ein Bürger vorgeschlagen hat), nur ein drittes Gleis. Für den Fernverkehr wurde ohnehin die Pottendorfer Linie ausgebaut.

 

Niemand weiß, wie es weitergeht, Krieg, Corona, Inflation. Niemand weiß, ob wir 2034 nicht ganz andere Sorgen haben, als 5 Minuten schneller irgendwo zu sein. Und: angesichts des aktuellen Bahnangebotes (zB kein Zug in den Nachstunden von Liesing nach Wien Mitte), ist es ohnehin egal, ob auf zwei, drei oder vier Schienensträngen kein Zug kommt.

Einer der zahlenreichen Brief besorgter BüergerInnen an uns:

 

Sehr geehrte Frau Wladyka,

 

Zu den angeblich notwendigen Gleisen 5 und 6 neben dem Bahndamm in P.-df. zum Abstellen der Wendegarnituren der Schnellbahnen oder anderer Bahn-Fahrbetriebsmittel ist meiner Meinung nach wirklich kein dringender Bedarf, gibt es doch am ehemaligen Frachtenbahnhof Atzgersdorf genug nicht genutzte Gleise welche man für die genannten Zwecke adaptieren kann, man muss nur seitens der ÖBB das wollen und umplanen. Außerdem käme diese Variante um viele Millionen günstiger! Gerade in Zeiten wachsender Umweltbelastungen auch mit Lärm ist es wirklich unverfroren, so eine Planung direkt neben einem großen Wohngebiet wie die Aspettensiedlung zuzulassen. Wir Perchtoldsdorfer können, nein müssen  von unserer Gemeindevertretung doch wirklich VERLANGEN dass sie gegen diese Planungen im Sinne der Bewohner vor allem der Aspettensiedlung, aber auch der anderen Perchtoldsdorfer aktiv wird!!!

 

Weiters: Der 2-spurige Ausbau der Pottendorfer Linie bis Wr. Neustadt ist im Gange und wurde deshalb konzipiert, weil man über diese Linie einen Großteil des Güter- und Schnellzugverkehrs leiten wollte. Auch das sollte man bei den Protesten gegen den 4-spurigen Ausbau der Südbahn beachten, denn wenn dort ein großer Teil des Verkehrs abrollt, ist dann der Ausbau der Südbahn, durch den etliche Siedlungsgebiete entlang der Südbahn enorm in Mitleidenschaft gezogen werden, tatsächlich notwendig? Man sollt diesen Umstand allen, auch unserer Gemeindevertretung, mitteilen.

 

Ich war seit meinem 23. Lebensjahr bei den ÖBB beschäftigt, nach Ablegung aller Prüfungen u.a. als Fahrdienstleiter verantwortlich für die Steuerung und Überwachung der Strecke Meidling/Matzleinsdorf bis Liesing, danach über 10 Jahre in der Zugleitung für den überregionalen Verkehr im Osten Österreichs, wodurch ich die Sachlage und den Bedarf etwas genauer kenne.

Allerdings muss ich auch betonen, dass ich bereits seit 11/2000 in Pension bin, und sich der Bahnverkehr natürlich auch etwas geändert hat. Es muss jedoch für die entsprechenden Fachleute ein Leichtes sein, unter Bedachtnahme des erwähnten Ausbaus der Pottendorfer Linie den tatsächlichen Bedarf auf der Südbahn genau zu ermitteln.

 

Sehr geehrte Frau Wladyka: Ich als Anrainer in der Aspettenstrasse möchte mich bei Ihnen für Ihr Engagement in dieser Sache ganz besonders herzlich bedanken und wünsche Ihnen und damit uns Perchtoldsdorfern Erfolg gegen diesen Angriff auf die Gesundheit und die Lebensqualität von uns und unseren Kindern! Außerdem nicht zu vergessen: Der enorme Wertverlust aller Wohnungen und Einfamilienhäuser in der Aspettensiedlung wenn dieser Ausbau tatsächlich geschieht! 

 

April, Mai 2022:

Der geplante 4 gleisige Ausbau der Bahnstrecke zwischen Meidling und Mödling, auf Perchtoldsdorfer Gebiet ist sogar ein 6-gleisiges Stück vorgesehen, wird großflächige Zerstörungen mit sich bringen.

 

Der wunderschön bewachsene Bahndamm, in dem auch viele Tierarten eine Rückzugsmöglichkeit gefunden haben, wird zum Großteil gekappt, ebenso viele liebevoll gepflegte Kleingärten. Auch der Kinderspielplatz Aspetten sowie der Kindergarten selbst werden in Mitleidenschaft gezogen. Die kürzlich erneuerte Mühlgassenbrücke muss wieder weg, da sie dann zu schmal ist.

 

Zur Erinnerung: Die projektierten Kosten von € 300.000,-- haben sich letztlich auf € 1,449.849,92 verfünffacht!

 

Die Anrainer sind nicht nur jahrelangen Bautätigkeiten (laut ORF-Meldung: "bis 2034 dauern die Arbeiten zwischen Liesing und Mödling") und den damit verbundenen Unannehmlichkeiten ausgesetzt, sondern verlieren ihre Lebensqualität zu einem großen Teil.

 

Widerstand beginnt sich zu formieren und eine Demonstration wird überlegt. Auch von den Medien wird unser Vorstoß aufgenommen: Kritik wird lauter & Warnung vor Umweltzerstörung

 

Die Sinnhaftigkeit des Milliardenprojektes dagegen nimmt sich bescheiden aus. Kürzere Intervalle der Züge, was vielleicht in den Stoßzeiten interessant sein könnte, aber kaum zur Verminderung des Individualverkehrs beitragen wird. Da der Ausbau in Mödling endet, profitiert auch der Schienen-Fernverkehr nicht. Zudem drohen wegen des Parkpickerls in Liesing rund um den Perchtoldsdorfer Bahnhof Parkplatznot und Verkehrsinfarkt.  

 

Wichtiger wäre da eine Änderung der Fahrscheinkosten, denn wer in NÖ nochmal zahlen muss, der überlegt sich das dann.

 

Ein Anrainer hat Fragen an die ÖBB gestellt und wartet auf die Antworten:

1.       Gibt es eine Bedarfsanalyse sowie eine wissenschaftliche Erhebung zu dem aktuellen Fahrgastaufkommen? Laut Aussage der ÖBB Vertreter geht es bei dem Projekt um den Regionalverkehr, schon wären die Züge bereits jetzt überfüllt. Als großer Freund der Öffis und Nutzer der Schnellbahn kann ich diese Aussage nicht bestätigen. Lediglich zur Stoßzeit in der Früh (etwa von 07:00 bis 7:30) kommt es ab Liesing oder oft auch erst ab Atzgersdorf oder Hetzendorf zu einem Sitzplatzmangel. Wie auch die ÖBB bestätigte, steigen in Meidling viele Fahrgäste wieder aus, so dass das „Problem“ derzeit lediglich in drei bis vier Zügen in drei bis Stationen an 5 Tagen pro Woche besteht. Durch eine breitere Einführung der Telearbeit könnte sich das Problem in Zukunft sogar weiter reduzieren. Dafür Milliarden €  in einer Zeit maximaler Staatsverschuldung aufzuwenden, kann ich nicht nachvollziehen. Wenn das Problem mangelnder Sitzplätze in den Morgenstunden der ÖBB wirklich ein Anliegen wäre, hätte sie es längst und wesentlich billiger durch Doppelstockzüge im Regionalverkehr lösen können, dadurch könnte die Kapazität schnell verdoppelt werden. Gibt es irgendwo eine schlüssige Analyse oder Konzept im Internet, die man einsehen kann?

 

2.       Die ÖBB konnte auch keine Angaben zur konkreten Umsetzung machen. Insbesondere schien sie sich für Umweltaspekte nicht zu interessieren. Gerade Bahndämme sind oft Grüninseln und Rückzugsorte für seltene Tier und Pflanzenarten, in einigen Bereichen sind sie sogar Teil von Natura 2000. Auch ich selbst als Laie konnte in diesem Bereich immer wieder vom Aussterben bedrohte Tierarten beobachten. Leider konnte die Bahn keine Angaben zum Erhalt und Schutz dieser Gebiete machen und es schien sie auch nicht zu interessieren. Diese Gleichgültigkeit gegenüber den Natur und Artenschutz (gerade erscheint wieder eine alarmierende Studie zum Thema Artensterben in Österreich) hat mich bei einem von den Grünen geführten Ressort doch schwer enttäuscht. Daher meine Frage: Gibt es (in ihrem Ressort) ein Konzept, wie bei dem Umbau Naturschutzinteressen möglichst auch berücksichtigt werden können? 


Bausünde Ketzergasse - Baubewilligung für nichtig erklärt

Update Mai 2022:

Endlich gibt es einen Sieg der Gerechtigkeit! Der Gemeindevorstand der Marktgemeinde Perchtoldsdorf hat in seiner Sitzung vom 27.04.2022 die Baubewilligung für das als "Studentenwohnheim" etikettierte Projekt (25 Apartments auf 709m2 mit nur vier Stellplätzen) für nichtig erklärt!

 

Begründung: Die erste Instanz ermittelte unzureichend, in der Bauordnung sind weder "Heimgebäude" noch "Flexi-Wohnungen" genannt und zur Stellplatzberechnung wurde aus unerfindlichen Gründen der Schüssel für "Beherbergungsbetriebe" angewendet, nämlich ein Stellplatz pro fünf Betten. Das ergab fünf Stellplätze, wobei einer abgelöst werden sollte. Machte in Summe vier statt der bei 25 Wohnungen erforderlichen 31 Parkplätze.

 

Detail am Rande: Das sind genau jene Argumente die Bürgerlisten-Chefin, Gabriele Wladyka als Vertreterin der AnrainerInnen in der Berufung am 23.08.2021 anführte.

 

Trotzdem hat es acht (!) Monate gedauert und zusätzlich einer Rechtsauskunft der Baurechtsabteilung des Landes NÖ bedurft, bis die Baubehörde zweiter Instanz zum selben Schluss kam.

 

Scheint so, als wäre der Plan des Bauwerbers möglichst viel und möglichst günstig zu bauen, gründlich schief gegangen. 

 

Update April 2022:

Am 30.März 2022 langte von der Baurechtsabteilung des Landes RU/1 eine Rechtsauskunft ein, aus der hervorgeht, dass die Stellplatzberechnung bei vorliegendem Projekt Ketzergasse 307 (24 Apartments auf 709m2) falsch ist und dass es einen Verfahrensmangel gegeben hat.

 

Es wurde nämlich zur Berechnung der Schlüssel für "Beherbergungsbetriebe" verwendet, ein Stellplatz pro fünf Betten, dabei kam man auf fünf, wobei nur vier errichtet werden und für einen eine Ausgleichsabgabe vorgeschrieben wird. Tatsächlich sind 25 kleine Apartments geplant, nach einer Planänderung sind es nun 24, eines wurde zu einer "Gemeinschaftsküche" umfunktioniert, vermutlich um den Anschein eines "Heimes" hervorzurufen.

 

Inzwischen wurden an den Bauwerber verschiedene Anfragen gerichtet und es kam folgendes heraus:

+ Es gibt kein Betriebskonzept, weil es auch kein Betrieb ist, schon gar kein "Beherbergungsbetrieb"

+ Jeder kann ein Apartment mieten, alt, jung, Autofahrer, Radfahrer, Perchtoldsdorfer oder andere. Es ist kein Projekt für "junge Perchtoldsdorfer"

+ Die Apartments haben keine Küche, zählen daher nicht als Wohnungen, haben aber im Wohnzimmer zusätzliche Wasser und Kanalanschlüsse (vielleicht damit man nachher Kochnischen einbauen kann)

+ Größe: 19,86m2 bis 37, 83m2

+ Wenn 24 Apartments vermietet sind hat jeder der Bewohner Anrecht auf Gratis-Parkpickerl, nach derzeitigen Bestimmungen.

 

Fakt ist, dass das vorliegende Projekt so NICHT bewilligungsfähig ist und die Baubewilligung der ersten Instanz rechtswidrig ist.

 

Frage: Wie geht man damit um?

 

Unser Vorschlag:

Die Baubehörde zweiter Instanz (Gemeindevorstand) könnte den Verfahrensmangel der ersten Instanz ausmerzen, indem sie bei Berechnung der Stellplätze den richtigen Paragraphen anwendet und einen Verbesserungsauftrag erteilt. Dazu schreibt die RU/1:

Für nicht in § 11 NÖ BTV 2014 genannte Gebäude ist die generelle Regel des § 63 Abs. 3 NÖ BO 2014 zur maßgeblichen Anzahl an Stellplätzen heranzuziehen, die sich aus dem vorgesehenen Verwendungszweck und dem voraussichtlichen Bedarf der Benützer und Besucher ergibt.

 

Der Gemeindevorstand müsste also festlegen, wie viele Stellplätze voraussichtlich notwendig sind. Das sind sicher mehr als vier. Es sind normale kleine Wohnungen mit Bewohnern aller Art, also meinen wir, dass 20 Stellplätze nicht verfehlt wären. Diese ermittelte Anzahl der Stellplätze könnte man in einem Verbesserungsauftrag dem Bauwerber vorschreiben. Er müsste dann wohl das Projekt komplett ändern aber das ist seine Angelegenheit.

 

 

Hier die Rechtsauskunft: 

Sehr geehrte Frau Wladyka!

 

Im Auftrag von Herrn Abteilungsleiter Mag. Nagelhofer darf ich Ihnen zu Ihrer Anfrage wie folgt mitteilen:

 

Mindestanzahl von Abstellanlagen § 63 NÖ BO 2014 iVm § 11 NÖ BTV 2014:

Bei der Anzahl der erforderlichen Pflichtstellplätze unterscheidet die NÖ BTV 2014 zwischen Kinder- und Jugendwohnheimen, Seniorenwohnheimen, Pflegewohnheimen und Kuranstalten und legt eine auf unterschiedliche Verwendungszwecke der Gebäude bezogene Mindestanzahl der Stellplätze für Kfz fest. Bei der Ermittlung der erforderlichen Pflichtstellplätze wird auf den Genehmigungstatbestand des die Stellplatzverpflichtung auslösenden Vorhabens abzustellen sein. In Betracht kommt eine Genehmigung nach dem Sozialhilfegesetz bzw. NÖ Krankenanstaltengesetz. Die sich aus § 11 NÖ BTV 2014 ergebende Stellplatzzahl ist nur für die genannten Verwendungszwecke anzuwenden!

 

Dies bedeutet:

Für nicht in § 11 NÖ BTV 2014 genannte Gebäude ist die generelle Regel des § 63 Abs. 3 NÖ BO 2014 zur maßgeblichen Anzahl an Stellplätzen heranzuziehen, die sich aus dem vorgesehenen Verwendungszweck und dem voraussichtlichen Bedarf der Benützer und Besucher ergibt. Die Baubehörde kann gemäß § 19 Abs. 2 Z 5 NÖ BO 2014 eine genaue Beschreibung des Verwendungszwecks der Räume des geplanten Gebäudes verlangen, wenn dies unter anderem zur Beurteilung des Stellplatzbedarfs erforderlich ist. Es ist also im Rahmen der Vorprüfung genau zu erheben, was geplant ist, weil andernfalls ein Verfahrensmangel vorliegt.

 

Allgemein darf festgestellt werden, dass es zur Beurteilung eines Bauvorhabens nicht auf die Bezeichnung des Bauvorhabens durch den Bauwerber/ die Bauwerberin ankommt, sondern auf die - sich aus der entsprechenden Baubeschreibung ergebende – voraussichtliche Nutzung des Bauwerks. Auf die Verpflichtung der Baubehörde nach § 35 Abs. 3 NÖ BO 2014 im Falle einer anderen Nutzung des Gebäudes als der seinerzeit bewilligten darf hingewiesen werden.

 

Mit freundlichen Grüßen

RL

 

 

Hier die Anfrage:

Sehr geehrter Herr DI Nagelhofer,

 

Im § 63(1) Punkt 2 NÖ-Bauordnung ist der Begriff "Heime" in Bezug auf die Errechnung der Pflichtstellplätze angeführt, und zwar ist bei Heimen 1 Stellplatz pro 5 Betten vorgesehen. Eine Definition, was denn ein "Heim" ist, findet sich in der Bauordnung allerdings nicht.

 

Ein findiger Bauträger hat sich das zu Nutze gemacht und will in Perchtoldsdorf "zwei Heimgebäude" mit 24 "Zimmern" errichten, aber nur 5 Stellplätze. Wären es Wohnungen, müsste er ca 30 Stellplätze errichten, außerdem ein Spielplatz usw. Die "Zimmer" sind allerdings voll ausgestattete Apartments, zwar sind in den Einreichplänen keine Küchen vorgesehen, doch es werden in den Zimmern Zuleitungen für Wasser und Kanal verlegt, um später Küchen/Kochnischen einbauen zu können.

 

In Brunn am Gebirge gibt es bereits ein derartiges Projekt desselben Bauträgers (Brunn living by Resida), wo ein "Studentenheim" mit 21 Zimmern und 5 Stellplätzen errichte wurde. Die Zimmer werden als Apartments an jedermann vermietet und das Studentenheimgesetz nicht eingehalten.

 

Für das geplante "Heim" in Perchtoldsdorf gibt es kein Betriebskonzept, da es laut Angaben des Bauträgers kein Betrieb ist und es wird auch die Personengruppe, die drin wohnen soll nicht eingegrenzt. Es gibt nur ein unverbindliches Nutzungskonzept. Da die Stellplatzanzahl vom Betrieb des Projekts abhängt könnte doch die Baubehörde das Vorhaben aus diesem Grund ablehnen. Ansonsten könnte doch jede Wohnhausanlage in Zukunft als "Heim" bezeichnet werden um Stellplätze und Errichtungskosten zu sparen.

 

lg

Gabriele Wladyka,

geschäftsführende Gemeinderätin, Baureferentin

 

 Update Jänner 2022:

Bauhorror in der Ketzergasse: Anstelle des Gebäudes in der Ketzergasse 307 sollen auf 709m2 fünfundzwanzig (!) "Studentenzimmer" errichtet werden. Im Projekt-Jargon heißt das "zwei Wohnheime" mit einmal 12 und einmal 13 Wohnungen, in der Mitte ein Aufzugsturm.

 

Interessant ist, dass die Wohnungen mit einer Größe von 20-35m2 (inklusive WC, Dusche und Kochplatte) nicht als "Wohnungen" bezeichnet werden.

 

Das Projekt wird als "Beherbergungsbetrieb" tituliert, obwohl bislang um keine gewerberechtliche Bewilligung angesucht wurde. Es sind auch nur fünf Stellplätze vorgesehen, von denen lediglich vier errichtet werden sollen, einer soll abgelöst werden.

 

Dies steht im scharfen Widerspruch zur Rechtsauskunft des Landes Niederösterreich: "Sinn der Regelung ist nämlich, Stellplätze zu schaffen um öffentliche Verkehrsflächen zu entlasten." Eine Tiefgarage wäre daher die vernünftige Lösung.

 

Rechtlich merken wir hier dazu an: Da die Zimmer alle jeweils mehr als 18m2 haben, handelt es sich hier nach § 47 der Niederösterreichischen Bauordnung wohl um Wohnungen. Gemäß Perchtoldsdorfer Bebauungsvorschriften wären demnach für 25 Wohnungen 31 Stellplätze nötig – oder es müsste die Anzahl der Wohnungen entsprechend verringert werden (was das Projekt für den Betreiber natürlich weniger lukrativ werden lässt). Oder man errichtet eine Tiefgarage - aber bei Baukosten je Stellplatz von etwa € 30.000,-- dürfte das wohl wirtschaftlich uninteressant sein.

 

Auch stellt sich die Frage, wer in diesen Kleinst-Wohnungen für kolportierte satte € 500,-- leben soll? Studenten können sich das wohl kaum leisten. Es kann sich auch nicht um das türkise Lieblingsprojekt "Flexi-Wohnen" handeln, denn in einem Jubel-Artikel der NÖN (24.12.2019) sagte der Ex-Bürgermeister: „Mit Vollmöblierung, Heizung, Warmwasser, Strom, Betriebs- und Verwaltungskosten, Umsatzsteuer und Internet sollen die Gesamtkosten bei etwa 300 Euro monatlich liegen."

 

Nebenbei bemerkt: es gibt das Studentenheimgesetz, dessen Anwendung hier zu prüfen und gegebenenfalls dessen Einhaltung zu wahren ist.

 

Nach einer Anrainerbesprechung haben wir Berufung gegen das Projekt erhoben und geben der Hoffnung den Ausdruck, dass der Gemeindevorstand die Bewilligung aufhebt. Es sind einfach noch zu viele Fragen auf, ua auch, wie dieses Projekt einfach so durchgehen konnte, daher haben wir wir auch eine Aufsichtsbeschwerde gegen Bauamtsleiter und Bausachverständigen eingebracht.

 

Detail am Rande: Der selbe Bauerwerber hat ein vergleichbares Projekt in der Nachbargemeinde Brunn umgesetzt. Dort handelt es sich um 21 Apartments mit 5 Stellplätze. Auch dieses Gebäude wurde als "Studentenheim" eingereicht und bewilligt. Die Kleinwohnungen wurden dann mit dem Slogan „Mit dem Koffer einziehen“ auf willhaben angepriesen – zu durchaus stolzen Mietpreisen ("Top Apartment im Zentrum, 25m2 um 490 Euro"). Auch hier von leistbaren Unterkünften für Studenten keine Spur. Interessant ist auch, dass Website und Facebookauftritt nach unsere Recherche plötzlich verschwunden sind … Wir konnten aus dem Cache die betreffenden Sites wiederherstellen und verfügen über Screenshots.

 

Und noch etwas: Bauwerber und Bürgermeisterin hätten sich den Ärger ersparen können, würden sie Frau Wladyka als Baureferentin Einsicht in Bauakten nehmen lassen. Das wurde aber unter unserem Ex-Bürgermeister verhindert: Ein Gutachten einer Star-Kanzlei kommt für tausende Euro zu dem Schluss, das der Baureferentin die Einsichtnahme in Bauakten aus Datenschutzgründen zu verwehren ist.

 

Mit anderen Worten: Es wird ein Gutachten in Auftrag gegeben und von uns BürgerInnen bezahlt, das im Ergebnis die Baureferentin de facto kalt stellt, sie somit für uns BürgerInnen nicht arbeiten kann! Ein teurer Treppenwitz! Aber die paar tausend Euro sind offenbar (trotz steigender Schuldenlast) nicht weiter schlimm, bei einer jährlichen Ausgabe für Rechts- und Beratungskosten in der Gesamthöhe von einer Viertelmillion Euro!

 

Neben Senkung der Ausgaben (und es gibt dafür bereits eine überparteiliche Arbeitsgruppe), ist die Bürgermeisterin aufgerufen, diesen Schildbürgerstreich neuerlich prüfen zu lassen, ist es ihre Verantwortung, dies sofort abzuändern. Nicht nur im Sinne der geschäftsführenden Gemeinderätin Wladyka, sondern auch im Sinne von BauwerberInnen, die sich Nachbesserungen und Projektverzögerungen ersparen, klarerweise auch im Sinne der Gemeinde, damit hier uns bei gemeindeeigenen Projekten kein finanzieller Schaden entsteht.

 

Es ist seltsam und kontraproduktiv, GemeinderätInnen von der Arbeit der ihnen übertragenen Themen und Aufgaben auszuschließen, das geben auch die Bestimmungen zum Datenschutz nicht her. An einen bewussten Akt der Behinderung glauben wir klarerweise nicht.

 

 

Nachstehend unsere Berufung: 

Betrifft:  Aktenzeichen 153-9/EZ461-359/2021

Berufung gegen die Baubehördliche Bewilligung vom 28.7.2021

 

Zunächst sei festgehalten, dass die Baubehörde sämtliche vorgebrachte öffentliche rechtliche Einwendungen in Erwägung ziehen muss und nicht nur die subjektiv öffentlichen Anrainerrechte.

 

1) Heimgebäude

Bewilligt wurde die Errichtung von zwei Heimgebäuden. Weder die NÖ-Bauordnung noch die NÖ Bautechnikverordnung kennen den Begriff "Heimgebäude". Zur Stellplatzberechnung wurde allerdings die erforderliche Anzahl bei "Beherbergungsbetrieben" herangezogen. Beherbergungsbetriebe benötigen eine gewerberechtliche Bewilligung, welche hier nicht vorliegt.

 

2) Pflichtstellplätze

Für einen "Beherbergungsbetrieb" wurde von der Baubehörde ein Stellplatzbedarf von 5 Stellplätzen berechnet, wobei aber nur 4 auf Eigengrund hergestellt werden und für einen  "nicht herstellbaren" Stellplatz eine Ausgleichsabgabe vorgeschrieben werden soll. Diese Vorgangsweise ist unzulässig.

Dazu eine Rechtsauskunft der Abteilung RU/1 Dr. Baier vom 21. Februar 2013:

 "Grundsätzlich ist bei der Errichtung eines Neubaus nicht an die Möglichkeit einer "Ablöse" der Verpflichtung von Stellplätzen gedacht. Sinn der Regelung ist nämlich, Stellplätze zu schaffen um öffentliche Verkehrsflächen zu entlasten. Sollte es nicht möglich sein - auf dem Baugrund selbst oder im Umkreis von 300 m - so ist die Anzahl der zu schaffenden Wohneinheiten so zu verringern, dass die vorgeschriebenen Stellplätze errichtet werden können."

 

3) Wohnungen

Definition laut NÖ-Bauordnung:

"Wohnung: jener für sich abgeschlossene oder abgegrenzte Teil eines Gebäudes, der wenigstens über die Räumlichkeiten nach § 47 Abs. 1 verfügt und objektiv für die Führung eines Haushaltes ausreicht;"

§ 47 Wohnungen und Wohngebäude

(1) Jede Wohnung muss mindestens bestehen: 1.einem Wohnraum, 2.einer Küche oder Kochnische und 3.einer Toilette, einem Waschbecken und einer Dusche oder Badewanne in zumindest einem Sanitärraum

(2) Wohnräume müssen eine Netto-Grundfläche von mindestens 10 m² haben; bei Wohnungen mit nur einem Wohnraum jedoch mindestens 18 m². Bei der Berechnung der Netto-Grundfläche von Wohnräumen werden Raumflächen mit einer lichten Höhe von weniger als 1,5 m nicht mitgerechnet.

Die projektierten Wohnräume erfüllen jedenfalls alle Kriterien und sind als eigenständigen Wohnungen einzustufen. Es sind zwar keine "Kochnischen" im Plan eingezeichnet, es sollen aber - laut Aussage der Bauwerber gegenüber den Anrainern - Kochplatten und Mikrowellen bereitgestellt werden. Die Wohnungsgrößen betragen ausnahmslos inklusive Klo und Dusche mehr als 18m2.

 

4) Pflichtstellplätze für 25 Wohnungen

Da es sich - wie oben erläutert - um Wohnungen handelt, die ja dann auch als solche vermietet werden sollen, ist jedenfalls die Stellplatzberechtigung gemäß Bebauungsvorschriften der Marktgemeinde Perchtoldsdorf heranzuziehen und es müssten 31 Stellplätze vorgeschrieben werden.

 

5) Ortsbild

Die Feststellung des Bautechnischen Sachverständigen, dass das Bauvorhaben "von der bestehenden Bebauung innerhalb des Bezugsbereiches nicht offenkundig abweicht" ist unzutreffend. Wie man an Luftaufnahmen sehr leicht erkennen kann ist in der Umgebung auf Perchtoldsdorfer Ortsgebiet kein ähnliches Gebäude vorhanden, sondern überwiegend Einfamilienhäuser. Es wurde kein Ortsbildgutachten erstellt.

 

6) Widerspruch auch zum NÖ-Raumordnungsgesetz:

§ 16 Bauland

(1) Das Bauland ist entsprechend den örtlichen Gegebenheiten in folgende Widmungsarten zu gliedern:

1.Wohngebiete, die für Wohngebäude und die dem täglichen Bedarf der dort wohnenden Bevölkerung dienenden Gebäude sowie für Betriebe bestimmt sind, welche in das Ortsbild einer Wohnsiedlung eingeordnet werden können und keine das örtlich zumutbare Ausmaß übersteigende Lärm- oder Geruchsbelästigung sowie sonstige schädliche Einwirkung auf die Umgebung verursachen. Die Geschoßflächenzahl (§ 4 Z 17 NÖ BO 2014, LGBl. Nr. 1/2015 in der geltenden Fassung) darf nicht über 1 betragen.

Dieses Projekt, 25 Wohnungen auf 709m2, kann in keiner Weise in das Ortsbild einer Wohnsiedlung eingeordnet werden und es wird mit Sicherheit auch das örtliche zumutbare Maß an Lärmentwicklung überschritten.

 

7) Geschoßflächenzahl nicht ausgewiesen

Die Grundflächen der beiden Gebäude betragen insgesamt 274m2 und es gibt drei Geschoße bei einer Grundstücksgröße von 709m2, wodurch die Geschoßflächenzahl von 1 vermutlich überschritten ist.

NÖ-Bauordnung §4:

Z 17 Geschoßflächenzahl: das Verhältnis der Summe der Grundrissflächen aller oberirdischen Geschoße von Gebäuden zur Fläche des Bauplatzes;

 

8) Bebauungsdichte vermutlich überschritten

Zwei Nebengebäude im hinteren Bauwich wurden nicht zur Bebauungsdichte dazugerechnet, diese könnte daher mehr als die zulässigen 45% betragen.

 

Antrag:

Aus oben genannten Gründen möge der Gemeindevorstand der Marktgemeinde Perchtoldsdorf den Baubewilligungsbescheid Aktenzeichen 153-9/EZ461-359/2021 aufheben und an die erste Instanz zurückverweisen.

 

Danke für Ihr Kommen, Ihre Unterstützung! Nachstehend Bilder von unserer Demo am 04.09.2021


Burgvorplatz - weg mit dem Beton, her mit unserem Hyrtlpark!

Update August 2021: Leider nein zum Park

 

Langsam kristallisiert sich heraus: Die Bürgermeisterin ist neu – aber das alte Problem bleibt. Von Mut zur Veränderung fehlt bislang jede Spur. Bäume in Trögen einzusperren ist ein (teurer) Witz und eine grüne Schande.

 

Bekanntlich kämpfen wir von der Perchtoldsdorfer Bürgerliste seit vielen Jahren gegen Baummord, Bauwut und Bodenversiegelung an; konkret kritisierten und kritisieren wir die Umgestaltung des Burgvorplatzes als Finanzgrab und Betonwüste.

 

Wir möchten hier jetzt nicht die Diskussion führen, dass die Platten nicht aus Beton, sondern eigentlich aus Stein oä sind. Man kann auch gar trefflich über den Geschmack streiten, nicht jedoch über Fakten:

 

Wo es einst grünte, herrscht heute Grau(en), statt Bruder Baum macht sich Tristesse breit. Ein beschauliches Innehalten ist in der Hitzehölle für Mensch und Tier und Pflanzen unmöglich (siehe zB die von der SPÖ durchgeführten Temperatur-Messungen).

 

Von einem erholsamen Verweilen auf diesen als Sitzgelegenheit (wer möchte diese je ergreifen?) getarnten Plattengrillern kann aus medizinischer Sicht nur dringend abgeraten werden.

 

Als Veranstaltungsplatz ist die Fläche klar gescheitert; ob Vespa-Treffen, Rockkonzert oder sogar der Wochenmarkt – sie alle finden unten am Marktplatz statt. – Warum wohl?

 

Fazit:

Für eine Klimaschutzgemeinde ist das schlichtweg eine Schande.

Für all jene beim Decarb-Projekt Engagierten ist das eine Ohrfeige.

Und die Flächenwidmung „Grünland-Parkanlage“ gibt uns und Perchtoldsdorf der Lächerlichkeit preis.

 

Gerade die letzten Wochen haben einmal mehr gezeigt, welche katastrophalen Auswirkungen der gedankenlose und nur auf Profit gerichtet Umgang mit unserer Umwelt hat. Dabei ist das alles nichts Neues:

 

Schon vor Jahrzehnten war zB am Spiegel-Cover (Ausgabe 33/1986) eine Fotomontage vom Kölner Dom unter Wasser zu sehen.

 

Bereits 1912 (sic!) wurde in der Waitemate & Kaipara Gazette auf die für das Klima schädlichen Auswirkungen durch die Verbrennung von Kohle hingewiesen.

 

Mit Freude habe ich daher das Posting von Frau Reißner in der Perchtoldsdorf 4 future-Facebookg-Gruppe gelesen (21.07.2021), wo sie sich für ein Aufbrechen von versiegelten Bodenflächen ausspricht, damit Regenwasser versickern kann, die Umgebung bei Hitze nicht übermäßig aufgeheizt wird – das alles trifft zu 100% auf den Burgvorplatz zu und ist offenbar auch ein Wunsch umweltbewusster PerchtoldsdorferInnen.

 

Es ist einfach so: Wer die Umwelt schützt, schützt seine Mitmenschen! Wer an morgen denkt, der tötet heute keinen Baum!

 

Es braucht daher ein klares Bekenntnis: Die Planierung des Hyrtlparks war ein sauteurer Fehler!

 

Es braucht eine rasche Entscheidung: Wiederaufforstung des Hyrtlparks!

 

Das wirklich Schöne an der Sache ist, dass diesmal dafür nicht eine weitere Studie erforderlich ist, sondern sie liegen bereits zahlreich vor. So zB jene mehrere Zehntausend Euro schwere zum Thema Marktplatzumgestaltung aus dem Jahre 2017, die zum Schluss kam: Es braucht mehr Grün.

 

Zugegeben: die Umsetzung, besonders die Finanzierung wird nicht einfach, wird Geld kosten, sollte aber kein Stolperstein sein: Wenn wir zehntausende Euro für Machbarkeitsstudien und Wettbewerbe hatten und haben, wenn wir tausende Euro für Überlegungen zu einem Insektenhighway ausgeben können, wenn wir im Begrischpark uns Hochbeete leisten können, dann sollte uns die (Wieder-)Errichtung eines echten Parks eine Herzensangelegenheit, eine Pflicht sein.

 

Die Zukunft gehört unseren Kindern, nicht dem Beton!

 

Aber was ist die Perchtoldsdorfer Lösung? Bäume in (Roll)-Trögen sind der Stein der Weisen! Bäumchen auf Rädern sind vielleicht billig, von mir aus auch praktisch – aber auch wirklich nur das. Wo gibt es eine Aufstellung über die Kosten? Laufende Pflege? Austausch von zu großen Bäumen? Beseitigung von Schäden an den Trögen durch Wind, Wetter und Mensch?

 

Völlig zurecht wurde ein derartiges Vorhaben zB in Vöcklabruck als sinnlose Behübschung heftig kritisiert und auf die enorme Umweltleistung eines eingepflanzten Baumes verwiesen. Der Protest war letztlich erfolgreich und mündete in eine Bürgerbeteiligung.

 

Übrigens: Das Projekt von Bäumen in Trögen wurde von den Grünen zu Fall gebracht.

 

In meinen aktionistischeren Tagen hätte ich einen medienwirksamen, parteiübergreifenden Platzsturm mit Spitzhacke vorgeschlagen; wenn wir das im rechtlich abgesicherten Rahmen und unter Einhaltung von 3G-Regeln mit medialer Begleitung machen, könnte das heute ein Weckruf für ähnliche Fälle in ganz Österreich sein.

 

Oder weniger revolutionär, mehr praktisch, also finanziell gedacht: Verkaufen wir doch die Steinplatten! Wann immer wir in der Vergangenheit zB auf Facebook Kritik am Aussehen, an den Kosten des Burgvorplatzes äußerten, fanden sich hurtig zahlreiche Jubel-SchreiberInnen ein, die mit überschwänglichen Worten die graue Pracht groß und den Aufwand klein geschrieben haben. Es dürfte demnach an zahlungswilligen AbnehmerInnen nicht mangeln.

 

Vielleicht kann man Platten und Klötze zB an irgendeinen Architekten für sein nächstes Projekt veräußern?

 

Oder – und das ist durchaus nicht nur politisch sprich oppositionell gedacht – wir stellen uns die Haftungsfrage ehemaliger Entscheidungsträger und machen die Kosten der Rückgängigmachung der Bausünde im Regresswege geltend? Es gibt dazu bereits ausjudizierte Beispiele.

 

Vielleicht könnte man endlich die BürgerInnen einbeziehen und aufrufen, Vorschläge zu machen!

 

Auch wir haben uns bereits überlegt, wie man – relativ günstig und rasch – erste Verbesserungen erreichen könnte (siehe unten).

 

Kurz und gut: Lasst uns den Park zurückbringen – wir sind gerne dabei!

 

Übrigens: Gar hartnäckig hält sich das Gerücht, dass das Projekt Lernen & Cafe im Hyrtlhaus vor dem Aus stehen soll. Wir erinnern uns: da gab es für viel Geld ein Konzept einer "Wohlfühlarchitektin", das ua als Innovation ein Fenster in der Mauer vorsah, dann gab es eine teure Sanierung, die üblichen Mehrkosten, dann einen erforderlichen Finanzierungsbedarf - hier zum nachlesen. Bleiben soll das Kaffeehaus - und der Gemeinde die Kosten, müsste sie sich doch um die Fortführung des Lernprojektes kümmern - offenbar ist den InitiatorInnen die Jugendarbeit dann doch nicht so wichtig ...

 

Juli 2021:

Seit Jahren schreiben und kämpfen wir gegen die Betonwüste am Marktplatz. Jetzt in der Sommerhitze zeigt es sich wieder besonders schmerzlich, welche Folgen die Vernichtung des Hyrtlparks für die Bevölkerung hat. Einst ein schattiges Plätzchen, das von Alten und Jungen gleichermaßen genützt wurde, jetzt eine Steinwüste und Hitzehölle, hässlich und unbrauchbar.

 

In der Perchtoldsdorfer Heimatmappe (Berta Bauch, 1983) steht sogar: "Oft setzen sich die Besucher auf die Bänke in der Grünanlage neben der Kirche zwischen Regenhardthaus und Hyrtlgasse."

 

SPÖ, FPÖ, Grüne und auch wir haben dieses Thema im Wahlkampf angesprochen und somit der Bevölkerung Hoffnung gemacht.

 

Also sollten wir es endlich in Angriff nehmen! Eine schöne Baumreihe, Büsche, vielleicht wieder ein Blumenbeet, das kostet sicher weniger als die zahlreichen unnötigen Gutachten, die eine Menge Geld verschlungen haben.

 

Vor allem: Entfernung der Sitz-Betonklötze, auf denen keiner sitzen kann, weil er sonst anbrennt. Normale Holzbänke, wie kürzlich eine in bunten Farben vor dem Gemeindeamt aufgestellt wurde.

 

Vielleicht könnte man die Bürger einbeziehen und aufrufen Vorschläge zu machen! Was halten Sie davon?

 

Auch wir haben uns bereits einige Gedanken zur Verschönerung gemacht (siehe unten).

 

Nach ersten Informationen stellt die neue Bürgermeisterin Andrea Kö ein Ende der Verschandelung in Aussicht. Hoffentlich greift sie auch andere heiße Eisen an, zB die galoppierende Verschuldung.


Turm-Wimmerl als teurer Kunst-Flop

Bekanntlich sind Geschmäcker und Ohrfeigen verschieden – was man sich hier aber für teures Geld geleistet hat, ist ein Schlag ins Gesicht. Es stimmt, dass man sich über Kunst gar trefflich streiten, über Schönheit heftig diskutieren kann (und auch sollte) – was aber für die Installation anlässlich des Turmjubiläums aufgewendet, besser gesagt in die Luft geblasen wurde, das ist unstrittig indiskutabel: Satte € 80.000,-- flossen in die Lungen des atmenden Turms!!!

 

Moment, wird man erwidern: Das ist nicht Gemeindegeld, da gibt es Förderungen des Landes, Umlagen aus der GIS-Gebühr usw.

 

Aber Moment! Wer befüllt diese Fördertöpfe? Bezahlt die Umlagen? Sind das nicht wir? Es ist unser Geld, das hier rausgeblasen wird!

 

Am Erfolg darf gezweifelt werden; die Bevölkerung verhöhnte die weißen Ballons als Airbag, Donut, Hoden, Wimmerl. Böse Zungen behaupten, die Ballons seien mit der heißen Luft des Ex-Bürgermeisters gefüllt.

 

Warum man anlässlich des Jubeljahres nicht uns, also nicht die PerchtoldsdorferInnen fragte, wie sie ihren Turm feiern möchten, bleibt eines der vielen Rätsel in dieser Gemeinde. Warum man wieder einmal mit Geld, das einem nicht gehört, das man nicht hat, sich den Luxus eines atmenden Turms leistet, ebenso. 


Baum-Mord oder: Der Hofer war's - schon wieder!

Seit 2019 kämpfen wir für den Erhalt der Bäume am Betriebsgelände der Hofer-Filiale in der Brunnergasse. Die ausführliche Vorgeschichte finden sie hier. Trotz Demo und Unterschriftenaktion und vielen Gesprächen (und zusichernden Worten des derzeitigen und damals offenbar schon wahlkämpfenden Bürgermeisters) opferte jetzt der Nahversorger zwei gesunde Platanen brutal seinen massiven Expansionsplänen: Wo Grün war, entsteht demnächst ein Parkplatz (schon der alte war kaum je voll).

 

Das ist ein Schlag ins Gesicht jener 800 BürgerInnen, die sich 2019 mit ihrer Unterschrift für den Erhalt von Bruder Baum stark gemacht haben!  Die Selbstauspreisung der Firma Hofer "heute für morgen" kann wohl weniger als nachhaltig, sondern viel mehr als Etikettenschwindel bezeichnet werden.

 

Wer an morgen denkt, der tötet heute keine Bäume!

 

Natürlich wird irgendwann und irgendwo irgendwas gepflanzt, regelmäßig aber sind es die umweltbewussten PerchtoldsdorferInnen. Festgehalten sei: Rechtlich ist natürlich alles super sauber, die demokratische Mehrheit hat ihr Urteil und eben auch ein paar Bäume gefällt.

 

Die einst grüngesinnte, nun lediglich mitregierende Partei schweigt dazu wortreich. Ach nein, stimmt nicht. Sie hat just zum selben Zeitpunkt eine Aussendung gemacht, weil Perchtoldsdorf einen Klima-Award bekommen hat. Toll. Wofür? - Für "Nachhaltigkeit im Alltag" ...

 

Noch ein Detail am Rande: 2018 wurde für das gegenständliche Grundstück die Bebauungsdichte von 25% auf 35% erhöht - mit Zustimmung (eigentlich keine Überraschung mehr) der Grünen. Somit darf Hofer zusätzlich 400 (vierhundert!) Quadratmeter verbauen, versiegeln. - Man darf sich wundern (und durchaus auch grün ärgern), was alles in einer "Klimaschutzgemeinde" geht.

 

Die Zukunft gehört nicht dem Beton, sondern unseren Kindern. Für ein lebens- und liebenswertes Perchtoldsdorf - die Perchtoldsdorfer Bürgerliste.


Änderungsvorschläge Bebauungs- und Flächenwidmungsplan

Liebe MitbürgerInnen,

vom 14.09.2020 bis zum 26.10.2020 sind Änderungsvorschläge betreffend Flächenwidmungs- und Bebauungsplan zur Einsichtnahme aufgelegt (unterlagen auf der Gemeindehomepage). Jeder kann eine Stellungahme dazu abgeben.

 

Grundsätzlich begrüßen wir diese Änderungen sehr; dass überhaupt Einschränkungen der Bebauungsmöglichkeiten durchgeführt werden sollen, ist das Resultat der zahlreichen Initiativen der Bürgerliste. Herzlichen Dank an alle, die uns dabei unterstützt und unsere Listen unterschrieben haben!

 

Leider wird nicht alles so umgesetzt, wie wir es vorgeschlagen haben, aber Verbesserungen gibt es dennoch:

  • Zahlreiche Freiflächen werden im Bauland festgelegt, die begrünt und mit heimischen Gehölzen bepflanzt werden sollen. Ohne diese Festlegungen wären viele Grundstücke auch hinter Baufluchtlinien durch Servitut bebaubar. Weder dem Bürgermeister noch dem Bauamtsleiter war das bewusst und die PBL musste erst eine Rechtsauskunft vom Land einholen.
  • Die Baufluchtlinien werden ergänzt, wo sie gefehlt haben.
  • Die Mindestgröße von neugeschaffenen Parzellen wird in verschiedenen Gebieten von derzeit 600m2 auf 800m2 erhöht, leider nicht im ganzen Ort wie wir es vorgeschlagen haben. Ein 600m2 Grundstück mit einem Doppelhaus bebaut hat zur Folge, dass kaum unversiegelter Boden übrigbleibt.
  • Die Mindestbreite wird unabhängig von der Bebauungsweise mit 15m festgelegt.
  • In großen Teilen des Bauland-Kerngebietes kommt die Festlegung von maximal 6 Wohneinheiten pro Parzelle.
  • Die vorgeschriebenen Pflichtstellplätze werden etwas reduziert damit weniger Boden versiegelt wird.
  • Generell muss auf jedem Grundstück 10% der Fläche als "Freifläche" erhalten bleiben (besser wären 20% oder 30%).
  • Nebengebäude oder überbaute Flächen von baulichen Anlagen im seitlichen Bauwich sollen mit 40m2 beschränkt werden (wir hatten 25m2 gefordert).
  • Stellplätze im hinteren Bauwich sind wieder verboten (diese Bebauungsvorschrift war leider 2018 ohne Grund geändert worden).
  • Einige Gebäude wurde als schutzwürdig erkannt und dürfen nicht abgerissen werden.
  • Ein Baubeirat aus Sachverständigen wird Bauvorhaben in den ausgewiesenen Zonen prüfen: Altort, Erhaltungswürdiges Altortgebiet und Cottage-Wohnzone

Perchtoldsdorf ist leider keine Ausnahme - Österreich ist bei der Verbauung EU-weit führend. Täglich werden 13 Hektar (= 18 Fussballfelder!) zubetoniert oder anderweitig denaturalisiert mit dramatischen gesundheitlichen Folgen (siehe ORF-Interview mit Umweltmediziner Hans-Peter Hutter am 14.09.2020).

 

Siehe auch dazu: "Ewig droht der Baggerzahn". Jährlich wird eine Fläche so groß wie Eisenstadt verbaut! Österreich baut sich zu! Hält das Betonfieber an, ist Österreich bis 2050 zugepflastert! In Perchtoldsdorf sagen nur wir, die Perchtoldsdorfer Bürgerliste Stopp zur Bauwut. Während andere den Kopf in den (Bau-)Sand stecken, ist die PBL die einzige Opposition mit Herz für Umwelt und Ort, für unser Perchtoldsdorf.

 


PBL - für ein lebens- und liebenswertes Perchtoldsdorf

Zum Glück hat die SPÖ doch keinen Einspruch gegen das Ergebnis der Wiederholung der Gemeinderatswahl gemacht und so stand der konstituierenden Sitzung am 1. Juli 2020 nichts mehr im Wege.

Die PBL ab sofort mit 5 Mandaten im Gemeinderat!

Julia Kunerth (Kultur- und Wirtschaftsausschuss, Generationen- und Sozialausschuss)

Michael Kunerth (Mobilitäts- und Nachhaltigkeitsausschuss, 

Gabriele Wladyka (Vorsitzende des Bauausschusses, Gesundheits- und Ortsentwicklungsausschuss, Immobilienbeirat, Schulausschuss der Schulgemeinde der Volksschulen, Sonderschule und Mittelschule Perchtoldsdorf)

Thomas Wladyka (Sport- und Spielstättenausschuss, Kommunalservice- und Landwirtschaftsausschuss)

Helmuth Kittinger (Personal- und Kommunikationsausschuss, Finanzausschuss, Prüfungsausschuss)

(Alle Fotos: Hans Krist)

So erreichen Sie uns:

Gabriele Wladyka - gabriele.wladyka@aon.at, +43 669 12 33 37 51

Helmuth Kittinger - helmuthkittinger@gmail.com, +43 670 204 39 50

  

Noch eine Bitte in eigener Sache: Richtige Information kostet richtiges Geld. Wenn auch Sie uns in unserem Kampf gegen Finanz-Chaos und Beton-Wut für ein lebens- und liebenswertes Perchtoldsdorf unterstützen wollen, dann können Sie jetzt dazu beitragen. Herzlichen Dank!

 

Spendenkonto "Perchtoldsdorfer Bürgerliste"

IBAN AT69 2011 1827 1186 0704

BIC/SWIFT GIBAATWWXXX


Großer Erfolg - Danke für Ihre Stimme! - ÖVP verliert Absolute

Liebe MitbürgerInnen,

 

es bleibt dabei - wie schon im Jänner so auch bei der Wiederholung im Juni konnte sich die Bürgerliste von 2 auf 5 Mandate steigern, ganz herzlichen Dank dafür an unsere WählerInnen!

 

Die ÖVP verliert ihre Absolute, es wurde der jahrzehntelangen Betonier- und Schuldenpolitik neuerlich eine klare Absage erteilt. Wann kommt der Rücktritt?

 

Wir als Bürgerliste, die wir keine Parlaments-Partei im Hintergrund haben, mussten uns jede Stimme durch eigene Leistung verdienen, unsere unermüdliche Arbeit wurde letztendlich belohnt.

 

Durch dieses tolle Ergebnis gestärkt sind wir bereit, Verantwortung zu übernehmen und streben ein Referat für Ortsentwicklung an. Flächenwidmungs- und Bebauungsplan sollten zukünftig der Bürgerliste obliegen, da wir das im Hintergrund schon die ganze Zeit gegen heftigen Widerstand der ÖVP vorangetrieben haben. Zudem werden wir mitreden, wo es um unser Geld geht.

 

Der schwarze Wahlslogan lautete "Diese Zeit braucht Erfahrung"; sie als WählerInnen haben entschieden: "Wir haben genug erfahren. Diese Zeit braucht Veränderung." Verbessern wir Perchtoldsdorf!


Interview mit PBL-Chefin Gabriele Wladyka


"Ewig droht der Baggerzahn" - so der Augen öffnende Artikel. Was macht die derzeit noch herrschende Partei? Sie steckt den Kopf in den (Bau-)Sand. Jährlich wird eine Fläche so groß wie Eisenstadt verbaut! Österreich baut sich zu! Hält das Betonfieber an, ist Österreich bis 2050 zugepflastert! In Perchtoldsdorf sagen nur wir stopp zur Bauwut. Die einzige Opposition mit Herz für Umwelt und Ort ist die Perchtoldsdorfer Bürgerliste.


Bau-Horror geht weiter - Baubeginn in Beatrixgasse 1

Wir erinnern uns: Drei Tage nach der schwarzen Wahlschlappe hatte die ÖVP nichts Besseres zu tun, als in einer Gemeindevorstandssitzung, noch in der alten Zusammensetzung mit großer ÖVP-Mehrheit, die Berufungen von Anrainern gegen zwei umstrittene Bauprojekte (Walzengasse und Hochstraße) abzuweisen. Somit kann zu bauen begonnen werden, weitere Rechtsmittel haben keine aufschiebende Wirkung.
Auch in der Corona-Krise wird fleißig weiter gebaut: In der Beatrixgasse sind acht Wohneinheiten geplant. Dieses Projekt mit 90% Bebauungsdichte wurde wenige Tage vor Beschluss der Bausperre mit maximal sechs Wohneinheiten eingereicht - es wäre ganz leicht zu verhindern gewesen: Drei (!) Verbesserungsaufträge wurden erteilt - warum wurde es von unserem Bürgermeister nicht wie in der Bauordnung vorgesehen schon nach dem ersten abgewiesen? Die Prüfung durch einen externen Gutachter hat die Kosten weiter verteuert; die Wohnungen mit einem Preis von ca € 6.000 pro Quadratmeter werden wohl nur schwer einen Käufer finden.

Unser schon oft wiederholtes Angebot, dass wir uns zum Wohle von Perchtoldsdorfer im Sinne von Ortsbildbewahrung und Klimaschutz jedes Bauvorhaben gemeinsam, parteiübergreifend ansehen sollten, wurde bisher immer wieder rigoros abgeschmettert. Offenbar soll ganz Perchtoldsdorf der Bau- & Betonlobby geopfert werden.

 

Wenn Sie dieser Politik eine klare Absage erteilen wollen, dann stärken Sie eine konstruktive Opposition mit Ihrer Stimme für die Perchtoldsdorfer Bürgerliste! Aktuell ist die Austragung der Wahlwiederholung für den 26.04.2020 angesetzt.

 

Und nebenbei bemerkt: Angesichts der aktuellen Regierungsbeschlüsse zur Vermeidung einer weiteren Verbreitung von Corona - wer schützt die Bauarbeiter?

Das nächste Baum-Massaker - Klimaschutz als Marketing-Schmäh

"Baumpflege" in Perchtoldsdorf: Erst fällen, dann begutachten. Baumschutz ist Klimaschutz, doch was helfen „Klimagemeinde“ und „Klimamanifest“ und das jüngst in Lebens gerufene „Klimavolksbegehren“, wenn nichts umgesetzt wird?

Gemeindeeigene Bäume und Büsche werden immer noch sehr achtlos behandelt, zur falschen Zeit geschnitten, verstümmelt oder sinnlos gefällt. So geschehen kürzlich am Rain (siehe Fotos unten).

 

Ohne ersichtlichen Grund wurde dort kürzlich ein Baum-Massaker veranstaltet und wurden mehrere Eschen halbiert. Nachdem es große Aufregung gab, ließ der Bürgermeister im Nachhinein eine Expertise erstellen, wobei rauskam, dass alles in Ordnung war und die Bäume (die schon weg waren) ohnehin bald gestorben wären und vermutlich nicht standsicher waren.

 

Dem widerspricht ein zertifizierter Perchtoldsdorfer Baumpfleger:

„Eine Beeinträchtigung der Standsicherheit der betreffenden Bäume kann aus allen vorliegenden Fakten, Bildern und auch meinem Lokalaugenschein definitiv nicht abgeleitet werden. Die Maßnahmen widersprechen drastisch den Anforderungen an eine Moderne Baumpflege. Die ÖNORM L1122 gibt hierzu sehr detailliert Anweisungen, wie mit Bäumen im öffentlichen Raum mit all Ihren Einschränkungen und Besonderheiten umzugehen ist. Die vorgenommenen Maßnahmen können im Rahmen dieser Vorgaben nicht erklärt werden. Es muss ein Ende haben, dass im Bereich des öffentlichen Grüns von der Planung, der Konzeption bis zur Durchführung sämtlicher Maßnahmen in Perchtoldsdorf schlichtweg auf qualifiziertes Personal verzichtet wird. Baumpflege kann nur durch ausgebildete Baumpfleger fachlich adäquat durchgeführt werden, die notwendigen Stellen sind zu schaffen, wie es in unzähligen anderen Gemeinden auch möglich ist. Was hier in Perchtoldsdorf in der jüngsten Vergangenheit und in der Gegenwart geschieht, ist durch den strikten Verzicht auf qualifiziertes Personal bewusst dilettantisch bis illegal (im Falle der Beauftragung einer gewerblich nicht zur Baumpflege berechtigten Firma mit Baumpflegemaßnahmen an Gemeinde Bäumen).“

 

Unsere Forderungen: Jede geplante Fällung aber auch eine Rodung von Büschen ist im Landwirtschaftsausschuss zu besprechen. Es muss verpflichtend eine Begehung von einem Fachmann durchgeführt werden. Anschließend ist ein Maßnahmenkatalog zu erstellen und die getreue Durchführung zu beaufsichtigen.

 

Retten wir die Bäume und Büsche – sie sind wertvoll und wichtig!


Entgegnung zur verzerrenden Aussendung unseres BGM

In den letzten Wochen wurden die Perchtoldsdorfer Haushalte wiederholt mit Post von unserem Noch-Bürgermeister beglückt. Da fanden sich Kalender, Stimmzettel mit Namensaufdruck, Wahlinformationen (interessanterweise auch namentlich an Kinder und somit an noch nicht Wahlberechtigte adressiert) sowie eine Art schriftlicher Leistungsschau ein. Offenbar wurde das noch vor wenigen Wochen von der ÖVP im Paarlauf mit den Grünen vollmundig verkündete Klimaschutzmanifest für die Dauer des Wahlkampfes ausgesetzt.

 

Erwähnter Bericht ist zwar mit "Wahrheit" übertitelt, streut aber den Perchtolsdorfer WählerInnen Sand in die Augen (im Getriebe ist er nach jahrelanger schwarzer Alleinherrschaft schon ohnehin). Oppositionelle Arbeit wird in Bausch und Bogen verunglimpft und gar als falsch diskreditiert. Politische Mitbewerber seien nur auf einen Zug aufgesprungen - verschwiegen wird natürlich, wie oft gute Ideen und konstruktive Kritik auch von unserer Seite unter die Räder der einseitigen Abstimmungsmaschinerie der dominierenden Einheitsbrei-Partei gekommen sind.

 

Der Zug der ÖVP produziert nur heiße Luft! Am 26.01.2020 ist hoffentlich Endstation für eine derartige an uns BürgerInnen vorbeigehende Politik. Genug herumgeschustert - Wende jetzt!


Wir haben uns die Mühe gemacht, den schwarzen Wahlschmonzetten Fakten gegenüber zu stellen, die "Wahrheit" zu vervollständigen. Viel Spaß beim Lesen!


Offener Brief als Antwort auf die ÖVP-Aussendung

Liebe VP Perchtoldsdorf,

 

Ich will jetzt nicht auf alle Punkte eingehen, aber auf diesen:

"Tatsächlich hat Martin Schuster vor einige Jahren im Land eine Bebauungsdichte von maximal 2 Wohneinheiten im Perchtoldsdorfer Ortszentrum im Landtag durchgesetzt."

 

In diesem kurzem Satz sind drei gravierende Fehler:

1) es geht nicht um "Bebauungsdichte"

2) es geht nicht ums Ortszentrum

3) der Landtag macht keine Ortsplanung

 

Tatsächlich war es so, dass die Perchtoldsdorfer Bürgerliste am 14.12 2004 eine Dringlichkeitsantrag stellte mit dem Zweck, im Bauland Wohngebiet nur mehr maximal 2 Wohneinheiten pro Parzelle zu ermöglichen. Da die Wahl vor der Tür stand, hat die ÖVP nach einigen Anlaufschwierigkeiten einen gleichlautenden Antrag gestellt, der dann einstimmig beschlossen wurde. Da es für eine derartige Regelung keine Gesetzesgrundlage gab, hat Martin Schuster im Landtag erreicht, dass das NÖ-Raumordnungsgesetz entsprechend geändert und den Gemeinden die Möglichkeit gegeben wurde, die Festlegung "maximal 2 Wohneinheiten" im Flächenwidmungsplan im Bauland-Wohngebiet zu verordnen.

 

Das hat 1) nichts mit "Bebauungsdichte", 2) nichts mit "Ortszentrum"  3) nichts mit einem Eingriff des Landtages in die Ortsplanung zu tun.

 

Falls diese Aussendung von einem ÖVP-Gemeinderat geschrieben wurde, stellt sich die Frage, ob derartige Dinge spurlos an ihm vorübergegangen sind. Die Festlegung maximal 2 Wohneinheiten im Bauland Wohngebiet haben wir schon seit ca 15 Jahre und im Ortszentrum bzw Bauland Kerngebiet haben wir seit März 2018 eine Bausperre, die maximal 6 Wohneinheiten vorsieht. Hat sich das bei euren Mandataren noch nicht herumgesprochen? Derartig ahnungslose Menschen beschließen dann Flächenwidmungs- und Bebauungsplanänderung ohne offenbar zu wissen, um was es überhaupt geht.

 

Kein Wunder, dass es in Pdorf so zugeht!

 

Liebe Grüße

Gabriele Wladyka


Interview mit Spitzenkandidatin Gabriele Wladyka

 Über Einsatz, Motivation und ihren ersten Antrag im Gemeinderat - Wiederbegrünung des Burgvorplatzes hier und hier.

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PBL Bürgerliste - Gabriele Wladyka im In
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Marktplatz - wir sorgen für Bürgerbeteiligung - Ihre Stimme ist wichtig

Da das Marktplatzprojekt, wie es aussieht, doch weiterverfolgt werden soll, das Echo auf unsere Aussendungen sehr groß ist, aber der derzeit herrschenden Partei Perchtoldsdorf und die BürgerInnen offenbar egal sind, sie sogar im Verband mit den Grünen den Schuldenberg (aktueller Stand: 55 Millionen) noch weiter erhöhen, werden wir nun aktiv und sammeln Unterschriften - und haben bereist über 600 UnterstützerInnen - herzlichen Dank, wir machen weiter!

 

Die BürgerInnen wurden bisher nicht einbezogen. Trotzdem: Es gab eine "Machbarkeitsstudie" und einen "Ideenwettbewerb" mit einem Siegerprojekt (Kosten 57.000 Euro). So wird das auch in der Perchtoldsdorfer Rundschau im Dezember 2019 vorgestellt; zu lesen ist, “dass es als Grundlage für weitere Planungen dienen soll" und ein "Kompass für die Zukunft" sei.

 

Wenn man sich die Darstellung anschaut, ist das eher eine "gefährliche Drohung". Nicht nur, dass es vermutlich mindestens 3 Millionen Euro kosten wird (und somit deutlich teurer ist, als bisher offen gelegt), es passt auch in keiner Weise zu den historischen Gebäuden am Marktplatz: Vor der Pfarre soll eine "Stadtlounge" entstehen mit eckigen Betonblumenkisten, gefüllt mit Kies, umrandet mit Sitzbrettern ohne Lehne.

 

Über die "Lesezone" mit den "modernen Wasserspielen" hat der Bürgermeister in der Rundschau wohlweislich kein Wort mehr verloren: Als nämlich über Facebook bekannt wurde, dass Martin Schuster bereit ist, den Leonhardibrunnen zu opfern - unser Archivar Dr. Georg Gatscher-Riedl wollte dies mittels Anketten verhindern - war Feuer am Dach, musste dann schnell zurück gerudert werden.

 

Übrigens: Eine Begegnungszone zur Verkehrsberuhigung mit einer Beschränkung auf 20 km/h, dazu braucht man nicht teuer die Gehsteige abbauen, den Bodenbelag austauschen, die Fahrbahn mit Betonplatten bedecken, dazu reicht ein einfache, deutlich günstigere - und im Einklang mit unserem Klimaschutzmanifest CO2-neutrale - Beschilderung völlig aus.

 

Ident zur Unterschriftenliste haben wir auch eine online-Petition vorbereitet (hier).

 

In unserer nächsten Bürgerlisten-Zeitung, die nach Weihnachten an jeden Haushalt geht, wird die Unterschriftenliste abgedruckt sein, gesammelt wird aber jetzt auch schon. Sie haben aber auch die Möglichkeit, nachstehendes PDF auszudrucken, zu unterschreiben und an uns zu schicken:

Gabriele Wladyka, Kunigundbergstraße 11, 2380 Perchtoldsdorf

 

Bitte um Ihre Unterstützung! Gemeinsam für ein lebens- und liebenswertes Perchtoldsdorf! Stopp der Schuldenpolitik! Schluss mit Intransparenz! Wende 2020!

Download
Unterschriftenliste Marktplatz.pdf
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Und hier unsere aktuellen Flyer

Dezember 2019 mit den Themen: Marktplatz-Unterschriftenaktion, Schwarz-Grüne Schuldenpolitik, Wahl 2020

November 2019 mit den Themen: teures Chaos bei Begegnungszone & Schulden ohne Ende

September 2019 mit den Themen: Baum-Mord bei Hofer erfolgreich gestoppt & Kampf gegen Bau und Beton

Mai 2019 mit den Themen: Rettet die Bäume - Bäume statt Hofer-Neubau

April 2019 mit den Themen: Rechnungshofbericht als Ohrfeige für Verschwendung und Intransparenz sowie Bausperre durchgesetzt - Tigerwurth-Liegenschaft gerettet


Dafür setzen wir uns ein

Für UNSERE MitbürgerInnen:

Mitspracherecht bei Gestaltung und Verkehr

bedarfsorientierte Nahversorgung statt Konzern-Ödnis

Integration statt reflexartiger Ausgrenzung

Dorfdialog statt Monolog

Für UNSER Perchtoldsdorf:

Wahrung des Dorfcharakters

sanfte Weiterentwicklung statt Vorstadtghetto

Kontrollinstanz gegen Bauspekulanten

Transparenz statt Proporz



"Politik ist im besten Fall der Versuch, das Miteinander so zu gestalten, dass alle ihre Möglichkeiten entfalten können, ohne anderen damit zu schaden." (Winston Churchill)


Das sagen unsere UnterstützerInnen

 

Ich werde die Bürgerliste wählen, da ich gegen die noch immer stattfindende "Verschandelung" und Zubetonierung von Perchtoldsdorf bin (siehe zB Sonnbergstraße und Walzengasse).

(Dr. Gerhard Siegl)

 

Ich wähle die Bürgerliste, weil sie uns sehr geholfen hat, gegen ein Großbauunternehmen zu unterstützen, das dadurch nicht zustande kam. Generell ist Frau Wladyka immer bereit, zu helfen und zu unterstützen, wenn man sich an sie wendet. Dafür großen Dank, dies neben der Vollerwerbstätigkeit. Alles Gute, liebe Gabi, und viele Stimmen bei der nächsten Wahl!

(Dr. Silvia Wogritsch)

 

Ich werde sicher die P-dorfer Bürgerliste wählen, da ich der Meinung bin ,dass sie die einzige Opposition in Pdorf ist.

(Dr. H. Machacek, Abg.NÖ Landtag a.D)

 

Ich wähle die Bürgerliste, damit die wenigen Grünflächen erhalten bleiben und damit keine weiteren Großbauten entstehen.

(Hanna Holper)

 

Ich bin gebürtige Perchtoldsdorferin und wähle deshalb die Bürgerliste, weil ich mir erhoffe, dass dadurch im Bauamt mehr Transparenz entsteht und Perchtoldsdorf nicht total zubetoniert wird!

(Gerlinde Schmitt)

 

Wie Perchtoldsdorf heute aussieht. Ich lebe seit über 40 Jahren hier. Alles wird zugebaut mit peinlich hässlichen "Schrott- Boxen" um sehr viel Geld. Geld regiert die Welt! Die Bürgerliste weist immer wieder auf unsaubere Handhabungen hin, sonst würde man gar nichts erfahren. Immerhin gelang es der Bürgerliste bei einer Bekannten bei der Essigfabrik, dass ein Stockwerk tiefer gebaut werden musste. Sonst hätte die nie mehr die Sonne gesehen. Also schon wichtig, die Bürgerliste!!!

(Inge Trauth)

 

Ich wähle die  Bürgerliste sicher und tue dies auch kund. Wer sonst kümmert sich um die Erhaltung unseres schönen Perchtoldsdorfs und bekämpft die Zerstörung historischer Bausubstanz bzw. die Errichtung grauslicher Neubauten. Ich bin auch autorisiert, für meinen Mann und meine Tochter kundzutun, dass sie ebenfalls die Bürgerliste wählen werden. Demnach sind wir drei:

(Dr. Monika Wolfschütz, Rudolf Wolfschütz, MMag. Anna Millauer) 

 

Hallo Perchtoldsdorfer Bürgerliste, Ihr seid für mich seit Jahren der einzige Verein in diesem Gemeinderat, von dem ich mehr erfahre, als das Eigenlob des Bürgermeister in der Perchtoldsdorfer Rundschau! Und auch anscheinend noch immer der einzige, der die Aufgaben einer politischen Opposition wahrnimmt! Denn von den anderen Vereinen, die eigentlich eine Opposition zur regierenden ÖVP bilden sollten, höre ich kaum etwas, das zu dieser Rolle passt. Nur die SPÖ ist in den letzten Monaten auf die Idee gekommen, ab und zu kritisch von den Gemeinderats-Sitzungen zu berichten. Also meine Stimme bekommt Ihr wieder. Liebe Grüsse.

(Erich Kohlenberger)

 

Ich wähle die Bürgerliste, weil sie meine Interessen für den Ort sehr gut kontrollieren.

(Michael Knauerhase)

 

Ich wähle die Bürgerliste weil ich sie mag !!!

(Kurt Schulmeister)

 

Fr. Wladyka hat meinen Bekannten in Perchtoldsdorf einmal sehr geholfen. Auf dem Nebengrundstück konnte, mit ihrer Hilfe, ein großer Bau verhindert werden. Als wir vor einigen Jahren in ähnlicher Situation waren, erinnerte ich mich daran. Meiner Mutter drohte auf dem unverbauten Nachbargrundstück ein riesiger Bau mit 4 Geschoßen und 11 Wohneinheiten. Die Baubehörde hatte bereits grünes Licht gegeben, alles kontrolliert und für in Ordnung befunden. Doch auf Grund unseres Einspruches und mit Unterstützung von Fr. Wladyka und ihrer fundierten Kenntnis der Bauordnung wurde diesem stattgegeben. Seit dem steht – glücklicherweise – das Grundstück noch immer unverbaut. Fr. Wladyka hat uns in diesem Prozess großartig unterstützt und unsere Dankbarkeit drückt sich dadurch aus, dass wir auch seit dem die Bürgerliste wählen. Weil wir glücklich sind, dass es solche Idealisten wie sie gibt, die so viel auf sich nehmen, um der Verschandelung unseres Ortes Einhalt zu gebieten. (Es gibt ohnehin schon viel zu viele „Kistenhäuser“, die nicht in unseren Ort passen!)

(Erna Daxer)

 

Etwa im Jahr 2000 war geplant auf einem großen Nachbargrundstück von mir im Sonnbergviertel ca. zehn Einfamilienhäuser zu errichten. Danach hätten es weniger Einfamilienhäuser werden sollen, dafür aber zwei Wohnblocks. Der große Streitpunkt damals war die sog. hintere Baufluchtlinie. Frau Dr. Hertha Kunerth hat mir während meines langen Bemühens dieses Vorhaben zu verhindern, in unermüdlicher Weise dabei geholfen. Das werde ich ihr nie vergessen. Geworden sind es letztlich 3 Einfamilienhäuser – mit dieser Lösung waren und sind alle Anrainer sehr zufrieden.

(Dr. Norbert Artaker)