Baummord - der Hofer war's

Zusammenfassung: Baummord in der Brunnergasse: Der Hofer war’s! 🪓🛒

 

„Heute für morgen“ lautet der Nachhaltigkeits-Slogan von Hofer.

 

In Perchtoldsdorf bedeutet das anscheinend: Heute die Bäume fällen, um morgen noch mehr Parkplätze zu betonieren.

 

 

 

 

 

 

Der bittere Kahlschlag:

  • Zwei Platanen für den Profit: Trotz einer Demo, unzähligen Gesprächen und einer von über 800 Bürgern unterzeichneten Petition opferte der Nahversorger zwei völlig gesunde, alte Platanen seinen Expansionsplänen. Wo es einst grünte, herrscht jetzt noch mehr Asphalt.
  • Die Politik schaut (und stimmt) zu: 2018 wurde für das Grundstück die Bebauungsdichte von 25 % auf 35 % erhöht – mit den Stimmen der ÖVP und, man höre und staune, der Grünen! Somit durfte Hofer zusätzlich 400 Quadratmeter Boden versiegeln.
  • Grünes Schweigen: Während die einst umweltgesinnte Mitregierungs-Partei den Baummord abnickt, feierte sie zeitgleich einen "Klima-Award" für Perchtoldsdorf in der Kategorie „Nachhaltigkeit im Alltag“. Eine echte Farce!

Unser Standpunkt zum Klima-Heucheln: Wer an morgen denkt, der tötet heute keine Bäume! Österreich ist in Sachen Bodenverbrauch Europas Nummer 1! Rechtlich mag der Kahlschlag dank der Gemeinderatsmehrheit gedeckt gewesen sein, moralisch ist er ein Desaster. Die Zukunft gehört unseren Kindern, nicht dem Beton! Baumerhalt stoppt Klimawandel!


Demo gegen Baum-Mord - der Hofer war's!

🌳🪓 Demo gegen Baum-Mord – Der Hofer war's!

Seit 2019 kämpfen wir für den Erhalt der Bäume am Betriebsgelände der Hofer-Filiale in der Brunnergasse.

 

Trotz Demos, Unterschriftenaktionen und vielen (beschwichtigenden) Gesprächen mit dem damals offenbar schon wahlkämpfenden Bürgermeister passierte das Unfassbare: Der Nahversorger opferte zwei gesunde Platanen brutal seinen massiven Expansionsplänen!

 

🪓 Wo Grün war, entsteht demnächst ein Parkplatz – und das, obwohl der alte kaum je voll war. Das ist ein Schlag ins Gesicht jener 800 BürgerInnen, die sich 2019 mit ihrer Unterschrift für den Erhalt von Bruder Baum stark gemacht haben! Die Selbstauspreisung der Firma Hofer "heute für morgen" ist weniger nachhaltig, sondern vielmehr ein dreister Etikettenschwindel. 🏷️🤥

 

Wer an morgen denkt, der tötet heute keine Bäume! Natürlich wird irgendwann und irgendwo irgendwas gepflanzt – regelmäßig aber sind es die umweltbewussten PerchtoldsdorferInnen, denen das passiert. Festgehalten sei: Rechtlich ist für den Konzern natürlich alles super sauber. Die demokratische Mehrheit hat ihr Urteil gefällt – und eben auch ein paar Bäume.

 

🏆 Grüne Doppelmoral & Klimaschutz-Hohn

Die einst grüngesinnte, nun lediglich mitregierende Partei schweigt dazu wortreich. Ach nein, stimmt nicht: Sie hat just zum selben Zeitpunkt eine Aussendung gemacht, weil Perchtoldsdorf einen Klima-Award bekommen hat. Toll. Wofür? Für "Nachhaltigkeit im Alltag"... man fasst es nicht. 🤦‍♂️

 

Der eigentliche Skandal: 2018 wurde für das gegenständliche Grundstück die Bebauungsdichte von 25% auf 35% erhöht – mit Zustimmung der Grünen! Somit darf Hofer zusätzlich 400 (vierhundert!) Quadratmeter verbauen und versiegeln. Man darf sich grün und schwarz ärgern, was in einer "Klimaschutzgemeinde" alles geht. 🏗️🌡️

Die Zukunft gehört nicht dem Beton, sondern unseren Kindern. Für ein lebens- und liebenswertes Perchtoldsdorf!

 

📅 UPDATE AUGUST 2019: Große Enttäuschung & Gebrochene Versprechen

Es wurde zwar die Abbiegespur geändert, sodass drei Allee-Bäume vis-à-vis stehen bleiben, und am Areal sind zwei Bäume mehr eingezeichnet. ABER: Der Grüngürtel hinter dem Parkplatz soll für 14 zusätzliche Stellplätze großflächig gerodet werden! (Obwohl der Parkplatz NIE voll ist).

 

Die Versprechungen sahen anders aus. BGM Martin Schuster hatte behauptet, dass laut Hofer die Bäume "weitgehend stehen bleiben". Nun meint der BGM, er müsse "noch verhandeln". Fakt ist: Der Plan liegt auf dem Tisch und wird wohl von der BH so bewilligt werden.

  • Expertise ignoriert: Unser ehemaliger Förster Guido Dzerwowics hat sich vehement für den Erhalt eingesetzt und sogar ein Gutachten über die Wichtigkeit dieses Biotops erstellt und dem BGM zukommen lassen. 📄🦉
  • Die ÖVP-Blockade: In der letzten Gemeinderatssitzung hätte man den Wald noch retten können! Der Grünstreifen gehörte noch dem Land, das sich nach den Wünschen der Gemeinde richten wollte. Unser Rettungs-Antrag wurde von der ÖVP abgeschmettert. Die Hofer-Vergrößerung ist offenbar ihr politischer Wille – das Klimaschutzmanifest nur ein Wahlkampf-Schmäh! Ein Ausbau ist bei vier großen Supermärkten im Umkreis von wenigen hundert Metern völlig unnötig.

📅 UPDATE MAI 2019: Das Gesetz, die Demo & der "Bullshit-Bingo"

Am 18.05.2019 demonstrierten wir gegen den Baum-Mord. Ermöglicht wurde dieser durch die von der ÖVP initiierte Erhöhung der Bebauungsdichte (25% auf 35%) und die Verlegung der Baufluchtlinie. Die Bürgerliste warnte damals schon: "Brauchen wir so viele Supermärkte?" 🛒❌

 

⚖️ Rechtliche Spitzfindigkeiten: Verstoß gegen das Raumordnungsgesetz?

Diese Bebauungsplanänderung steht im Widerspruch zu § 34 NÖ Raumordnungsgesetz:

(1) Der Bebauungsplan darf abgeändert oder durch einen neuen ersetzt werden 1. wegen wesentlicher Änderung der Planungsgrundlagen in Folge struktureller Entwicklung oder 2. zur Abwehr schwerwiegender wirtschaftlicher Nachteile für die Gemeinde...

 

Nichts davon trifft hier zu! Es ist nicht Aufgabe der Gemeinde, Konzernrichtlinien zu entsprechen und Gewinnmaximierung durch Bodenversiegelung zu fördern!

 

Volkes Stimme: In nur 1,5 Stunden sammelten wir vor Ort 108 Unterschriften. Fast alle Hofer-Kunden haben unterschrieben! Niemand will diese Vergrößerung. Die Donauwörtherstraße ist bereits eine Diskonter-Autobahn! 🛑🚗

 

🗣️ Beschwichtigungstaktik & "Hof(er)berichterstatter"

Schön war, dass auch Vertreter der herrschenden Partei anwesend waren. Die bloße Ankündigung von Widerstand zeigte Wirkung: Plötzlich kursierte ein Plan, der die Schlachtung am Straßenrand aussparte, und der Bürgermeister ließ ausrichten, er setze sich für diese Bäume ein. Aber offenbar nicht für den 900 Quadratmeter großen Wald im hinteren Bereich! 🌳☠️

Die Verharmlosung durch den Bürgermeister bzw. seine "Hofschranzen" betreffend "Ersatzpflanzungen" ist reiner Pflanz. Die Geschichte, dass junge Bäume mehr CO2 aufnehmen als alte, ist in dieser Auslegung astreiner Nonsens! Fakt ist: Nur nachwachsende Wälder auf Flächen, die vorher (z.B. Ackerland) unbewaldet waren, binden mehr CO2. Die Entfernung alter Bäume und Nachpflanzung in Betonwüsten bringt ökologisch gar nichts.

 

Das ist genauso sinnlos, wie den Beserlpark am Burgvorplatz zu killen und marketingtauglich durch Krewecherln in grauer Einöde zu ersetzen! 🏚️

 

Es ist unverständlich, dass der Bürgermeister einerseits ein Leitbild erstellen lässt und den "dörflichen Charakter" predigt, andererseits als Baubehörde erster Instanz Bedenken einfach planieren lässt. Das erinnert an die Info-Tafel in der Sonnbergstraße, die alte Baumbestände lobt – während wenige Meter weiter fröhlich betoniert und verhüttelt wird. Ein Muster-Beispiel an Etiketten-Schwindel!

 

📅 MAI 2019: Das Projekt ist viel ärger als befürchtet

Es geht nicht nur um die drei Linden vis-à-vis! Auch die drei Bäume neben der OMV-Tankstelle (westseitig der Schremsgasse) sind Geschichte, weil das Gebäude bis an die Grenze wachsen soll.

 

Der Großteil der Rodung passiert aber versteckt: Durch Zukauf eines schmalen Streifens Richtung Weinberge/Hochberg sollen sämtliche Bäume an der Grundstücksgrenze gefällt werden. Damit verschwindet jegliches Grün westlich des Grundes. Alles nur für nutzlose Parkplätze auf einem Areal, das nie voll ausgelastet ist! Blanker Wahnsinn, ermöglicht durch die ÖVP! 🖤🪓

 

📅 MAI 2019: Der Aufruf – Genug herumgeschustert!

Gegenüber der Filiale sollen gesunde Bäume sterben. Warum? Weil es dem Hofer gefällt! Weil eine Linksabbiegespur so kommod wäre. Weil dem Hofer unsere Umwelt herzlich egal ist. Die Fairtrade-Rosen auf der Homepage entlarven sich als reines Bullshit-Bingo. 🎯💩

 

Möglich machte das die schwarze (oder heißt das jetzt türkise?) ÖVP-Mehrheit. Das beschwichtigende Geschreibsel in den sozialen Medien kann die Fakten nicht vernebeln: Bürgermeister Martin Schuster hat seine gewerberechtliche Zuständigkeit erst kürzlich an die BH abgetreten. Das rächt sich jetzt! Der Hofer macht, und die Gemeinde muss (?) zuschauen.

 

Genug herumgeschustert! So billig sind wir für den Diskonter nicht zu haben!

 

Ein Skandal der Intransparenz: Der für Verkehr zuständige Gemeinderat wurde bis dato nicht informiert. Die gewerberechtliche Verhandlung am 09.05.2019 fand ohne Gemeindevertreter statt – obwohl die Gemeinde Eigentümerin der angrenzenden Liegenschaft (Brunner Gasse 48) ist! Wieso waren Liegenschafts- und Verkehrsreferat nicht geladen? 🙈🙉🙊

 

 🔎 Ihre Perchtoldsdorfer Bürgerliste (PBL) – Wir bleiben dran!

Fragen oder Hinweise zu diesem Fall? Schreiben Sie uns!


 ⚖️ Hinweis: Alle rechtlichen Einschätzungen in diesem Beitrag geben die politische Bewertung der Perchtoldsdorfer Bürgerliste auf Basis der vorliegenden Unterlagen wieder. Verbindliche Rechtsauskünfte erteilen ausschließlich die zuständigen Behörden und Gerichte.